Futurance: Zukunft & Versicherung

Marco Klenk: Vom dualen Studium zur erfolgreichen Agenturübernahme

Maximilian Schroll / Marco Klenk Episode 70

Heute dürft ihr euch auf einen besonders inspirierenden Austausch freuen. Maximilian Schroll, der Gastgeber des Futurance Podcasts, lädt Marco Klenk ein, um über dessen beeindruckenden Weg zum erfolgreichen Unternehmer in der Versicherungs- und Finanzwirtschaft zu sprechen.

Marco gibt Einblicke in seine frühe Schulzeit und wie der Fußball bereits in jungen Jahren prägend für ihn war. Er berichtet darüber, wie er zunächst ein allgemeinbildendes Abitur absolvierte und dann den Weg in ein duales BWL-Studium einschlug. Dies führte ihn zur R&V, wo er sich kontinuierlich weiterentwickelte und zahlreiche Erfahrungen als Firmenberater und im Bankenvertrieb sammelte.

Besonders spannend ist Marcos Geschichte darüber, wie er am 1. Februar 2024 eine der größten Generalagenturen in Süddeutschland übernahm und diese erfolgreich weiterentwickelt hat. Während des Gesprächs teilt Marco wertvolle Tipps zur Unternehmensnachfolge, spricht offen über die Herausforderungen und Stolpersteine auf seinem Weg und betont die Bedeutung von Resilienz und positiver Mentalität in Zeiten von Rückschlägen.

Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs ist die Diskussion darüber, wie man als Kunde oder Nachwuchsunternehmer den richtigen Berater findet und worauf es ankommt, um langfristigen Erfolg zu sichern. Marco und Maximilian tauschen ihre Gedanken über die essenziellen Qualitäten eines guten Finanzdienstleisters aus und geben praxisnahe Ratschläge zur effektiven Unternehmensführung und zum Aufbau eines erfolgreichen Geschäfts.

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Maximilian Schroll [00:00:00]:
Herzlich willkommen zum Futurants Podcast. Wir sprechen über die Zukunft einer sehr traditionsreichen Branche. Wir sind nämlich der Überzeugung, dass es an der Zeit ist für echte Veränderungen in der Versicherungs- und Finanzwirtschaft. Und wer die Zukunft mitgestalten will, der muss hier zuhören. Hallo und herzlich willkommen zum FUTURANCE Podcast. Mein Name ist Maximilian Stroll und ich freue mich sehr, dass ihr heute wieder eingeschaltet habt. Und wie ihr seht, heute nicht in der normalen Online-Umgebung, sondern heute in einem wunderschönen Büro. Marco, sehr sehr schön, dass ich hier sein darf.

Maximilian Schroll [00:00:36]:
Normalerweise ist es ja andersrum, aber sag uns doch mal den Zuhörern, wo sind wir hier eigentlich und wer bist du?

Marco Klenk [00:00:42]:
Ja, hi! Erstmal Herzlichen Dank, Max, dass wir das heute so gemeinsam machen können. Ich habe mich jetzt schon wahnsinnig darauf gefreut. Wir sitzen hier in Weibling, mitten in der Altstadt. Weibling liegt so 10 Kilometer vor den Toren Stuttgarts. Und ich habe hier meine Agentur, dementsprechend auch mein Hauptstandort. Und bin jetzt seit 1.2.2024 als Unternehmer unterwegs.

Maximilian Schroll [00:01:10]:
Seit 1.2.2024 als Unternehmer? Was hast du denn vorher gemacht, Marco?

Marco Klenk [00:01:14]:
Gut, Soll ich einfach mal ein bisschen ausholen?

Maximilian Schroll [00:01:16]:
Hol aus, wir haben Zeit!

Marco Klenk [00:01:19]:
Ja, also im Grunde, ich komme tatsächlich gar nicht von hier. Ich bin gebürtig aus dem kleinen Dorf, das nennt sich Gommersdorf, aus der Nähe Bad Mergentheim-Künzelsau und habe dort erst mal das allgemeinbildende Abi gemacht. Und da hat mich einfach auch schon relativ früh und relativ viel der Fußball geprägt. Man hat halt beim FSV Hollenbach dann in der Jugend gespielt. Das war so auf dem Dorf einer der höheren Vereine, war dann immer viel unterwegs. Und ja, die typische Woche sah halt ganz einfach aus. Montag war der DFB-Stützpunkt, Dienstag Training, Donnerstag Training, am Wochenende Spiel und da ich auf einer Ganztagsschule war, war das einfach schon von recht früh auf so einfach Gang und Gebe. Du hast 16.15 Uhr Schule aus.

Marco Klenk [00:02:02]:
Oft haben einen die Eltern sogar abholen müssen. Man ist heimgekommen, hatte 20 Minuten und ab ins Training. Das war so ein bisschen die schulische Laufbahn und da habe ich mich nicht allzu sehr mit rumgekleckert, ehrlich zu sein. Hatte jetzt nicht das allerbeste Abi, war aber in Ordnung. Und ja, dann ging bei mir eigentlich die Bewerbungsphase los. Ich wusste recht früh, ich will ein duales BWL-Studium machen und wir haben bei uns in der Heimat einfach extrem viele Hidden-Players, Firmen wie WIRT, Ziel ABEC, EBM Papst, die jeder kennt. Und klar, dann versucht man erst mal heimatnah das BWL-Studium zu bekommen. Hat leider nicht geklappt, beziehungsweise leider.

Marco Klenk [00:02:40]:
Im Nachgang bin ich Gott froh drüber. Und so bin ich dann im dualen Studium bei der rnv gelandet.

Maximilian Schroll [00:02:46]:
Was für ein Jahr war das denn Marco, als das duale Studium bei dir angefangen hat? Wir kennen uns beide, muss man ja auch der Vollständigkeit halber zum Publikum sagen. Wir arbeiten auch gemeinsam und ich habe zu dir auch gesagt, ich möchte ich unbedingt hier einen Podcast haben, Weil die Geschichte, die du hast, ist, glaube ich, für ganz viele, die so vor der Entscheidung stehen, vor allem auch Ende der Schullaufbahn, was mache ich? Man hat irgendwie den Wunsch, Karriere zu machen. Man hat den Wunsch, erfolgreich zu werden. Und der Weg dahin ist aber ja für die wenigsten von uns wirklich klar. Jetzt habe ich hier die große Möglichkeit mit jemandem zu sitzen und ich kann auch sagen, ihr seht hier gerade wirklich nur einen Ausschnitt vom Büro. Vielleicht gibt es nachher noch eine kleine Roomtour. Wenn ich nicht zu Marco bin, haben wir vielleicht Glück. Ich gebe mir allergrößte Mühe für euch.

Maximilian Schroll [00:03:29]:
Aber es ist ja wirklich so, also du hast da einen super beeindruckenden Weg hingelegt. Das zeitlich mal ein bisschen einzuordnen, Duales Studium war wann?

Marco Klenk [00:03:40]:
Also erstmal danke für deine Lohmsorte, hier freut mich natürlich immer zu hören. Das Duales Studium ging bei mir ziemlich genau vor zehn Jahren los. Also ich habe am 1.9. Dieses Jahres mein Zehnjähriges gehabt.

Maximilian Schroll [00:03:52]:
Krass! Herzlichen Glückwunsch nachwirklich. Danke dir. Das heißt aber auch in der Konsequenz zehn Jahre R&V, oder? Habe ich das richtig verstanden?

Marco Klenk [00:03:59]:
Ja, genau. Also ein Kind der R&V sozusagen.

Maximilian Schroll [00:04:03]:
Wie war denn die Anfangszeit im dualen Studium? Ich kann es ja auch, aus eigener Erfahrung werden wir da auch schon mal drüber gesprochen und ich habe dir erzählt, wie es bei mir so war. Ich sage mal so, die ersten paar Wochen sind manchmal schwierig im dualen Studium, wenn auch vielleicht auf der Seite des Betriebs noch nicht so zu 100% klar ist, wie sieht jetzt der Prozess aus. Das war natürlich damals, als wir das angefangen haben, noch mal ein bisschen was anderes, als es jetzt heutzutage ist. Toi, toi, toi. Gott sei Dank, liebe Versicherer, trotzdem Bitte weiter daran arbeiten, da noch besser zu werden. Aber Marco, wie war das bei dir?

Marco Klenk [00:04:35]:
Also im Grunde muss man auch dazu sagen, die meisten kennen die eher und feuer einfach über den Bankenvertrieb. Macht ja wahrscheinlich auch 80, 90 Prozent vom Geschäftsfeld aus, beziehungsweise auch von der Menschenanzahl im Außendienst, einfach ein sehr großer Faktor. Und ich war tatsächlich damals aber schon in der Generalagentur, auch wieder ein Sonderkonstrukt, als ob eins nicht reichen würde. Das war eine eigenständige Firma, auch, sage ich mal, aus dem landwirtschaftlichen Genossenschaftsbereich, die eine eigene Versicherungsabteilung hatte und diese Versicherungsabteilung war eine R&V-Generalagentur-Generalvertretung und bei mir lief das damals so ab, Wir waren immer in der DHBW in Karlsruhe untergebracht. Da war Baden-Württemberg weit jeder Ehrenfauler, weil die Ausbildungsleiterin saß damals in Karlsruhe. Und dann war das einfach sinnvoll, dass man das so zusammenführt. Und ja, die Praxisphasen war ich dann immer in der Agentur. Man hatte sozusagen einen Verkaufsausbilder zugeordnet.

Marco Klenk [00:05:34]:
Das war bei mir der Abteilungsleiter und hatte dann quasi seine Kollegen. Am Anfang war ich viel auch bei den Vertriebsassistenten, weil ich wollte ja den Beruf auch von der Pike auflernen und da gehört auch dazu, einen Schaden zu melden, das Telefon entgegen zu nehmen. Eigentlich all die Dinge, die man ungern macht. Ich denke, da spreche ich jetzt vielen aus der Seele, aber es gehört einfach dazu, wenn du wirklich so einen Weg hinlegen willst, dann kann man nicht halt bei Stufe 3 anfangen, dann fängt man halt wirklich unten bei Stufe 0 oder Stufe 1 an. Und ja, das waren so vom zwischenmenschlichen Kollegialen, waren das echt schöne Zeiten. Ich konnte mit dem Außendienst mit raus, konnte mir da ein bisschen was abschauen, hatte so zwei, drei Leute. Da gab es einen Spezialfall, die waren auch in der Bausparkasse Schwäbisch Hall, haben dort die Mitarbeiter aus dem Finanzvertrieb betreut. Dementsprechend war das nicht nur so normaler Privatkunden Außendienst, sondern man hat auch so ein bisschen indirekt mit Kollegen zu tun gehabt.

Marco Klenk [00:06:29]:
Aber ja, da waren halt auch Zeiten dabei, die nicht so besonders schön waren, muss man so formulieren. Und das steht und fällt halt einfach viel mit dem Thema Mensch, mit den Menschen und der sogenannte Verkaufsausbilder, der damals die Verantwortung hatte, Ja, wie soll ich das jetzt hier im Podcast so formulieren? Also da darf ich jetzt nicht die ehrlichen Worte wählen, aber es war einfach schon sehr schwierig. Muss man auch sagen, es gab auch echt Zeiten, da hätte ich nicht so einen guten Draht zur rnv gehabt. Das war damals beim Bezirksdirektor, der Thomas Wenzinger, wo wir einfach uns immer top verstanden haben. Dann war schon auch mal wieder der Gedanke da, einfach das Studium hinzuschmeißen. Jetzt nicht, weil mir der Job keinen Spaß gemacht hat, aber einfach durch ihn das komplette Arbeitsumfeld. Man hat gemerkt, kaum war er aus dem Büro auf einem Termin, war die Stimmung wie auf links gedreht, alle waren gut drauf, kaum kam er wieder zurück, war das einfach ganz anders. Ja, also da gab es auch wirklich viele Zeiten, die haben dann nicht unbedingt so viel Spaß gemacht.

Maximilian Schroll [00:07:26]:
Das glaube ich.

Marco Klenk [00:07:27]:
Da hatte ich es einfach, ja es war einfach auch keine gute Führungskraft, muss man dann einfach so sagen, einfach so vom Umgang mit Menschen und ich hatte es dann auch oft mit meinen Eltern daheim drüber. Mein Vater selber Führungskraft und da sind meine Eltern einfach auch noch so eingestellt gewesen, so früher war das einfach noch so, du hast das Ding jetzt, du ziehst das erst mal durch und dann guckt man mal, aber dann hast du hauptsache was in der Hand. Das ist halt einfach noch eine andere Mentalität als heutzutage, wo man viele Leute sieht, die drei, vier Studiengänge anfangen, hier was machen, dann mit 28 auf einmal irgendwo in ein duales Studium einsteigen. Das gab es halt früher so nicht und da wurde ich dementsprechend auch nicht so erzogen. Gott sei Dank hat sich das ja dann auch alles recht schnell im Studium schon gewandelt. Aber ja, ich sag's mal so, du kennst mich ja, ich bin echt ein positiver Mensch und bin auch der Überzeugung, du kannst aus allem was Positives ziehen und da hat man halt einfach gemerkt, wie man selber nicht mit Mitarbeitern umgehen möchte und was für Arbeitsklima man nicht haben möchte und da kommt halt einfach noch zum Positiven hinzu, dass ich halt immer meinen Vater daheim so miterlebt habe, der selber eine Führungskraft ist und egal wo wir am Wochenende unterwegs waren, sei es auf Sportplätzen, irgendwie auch Veranstaltungen, ja da merkst du halt einfach, was mein Vater wirklich für eine super Führungskraft ist, vor allem mit so einer lockeren Art, mit dem Umgang, dass die Jungs in meinem Alter herkamen und fragen, warum ich meinen Vater nicht auf das Fest mitnehme. Ich soll ihn doch mal überreden, er soll auch mitgehen. Da denkst du dir am Anfang so, okay, was ist denn hier los? Aber da merkst du dann halt einfach mal, wie es auch anders sein kann.

Marco Klenk [00:08:58]:
Und wenn du dann diese Diskrepanz hast von super beliebt bei den jungen Leuten, kann top mit ihnen, ist top angesehen zu jemand, wo man dann selber in dem Umfeld ist, wo man eigentlich eher froh darüber ist, wenn der gerade nicht da ist. Und ja, das hilft halt das Ganze auch irgendwo einzuordnen, weil wenn du keinen Vergleich hast, wie willst du es greifen?

Maximilian Schroll [00:09:19]:
Das ist eine sehr sehr gute Frage und ein sehr guter Punkt. Ich habe so viele Bilder gerade in den Kopf bekommen, als ich dir zugehört habe. Ich war auch mal während ich im Bayern-Studium war, eine Woche Gott sei Dank nur in einer Agentur. Ich habe mich mit dem Agenturisten wirklich gut verstanden. Es war ein älteres Semester, sehr, sehr oldschool, hänge Aktenschränke, Berge Papier auf dem Schreibtisch, aber sein geordnetes Chaos und wenn es Kfz-Tarife ging, konnte der dir bis zum allerersten Tarif jede Feinheit davon erklären. Also wirklich ein wandelndes Lexikon, aber auf der Führungsebene komplette Vollkatastrophe. Also wir mochten uns, aber ich habe da eigentlich Zeit abgesessen. Ich habe mir permanent irgendwo selber irgendwelche Aufgaben gesucht, habe dann ab einem gewissen Punkt einfach viel im E-Campus verbracht und mir gedacht, okay, ich nutze jetzt diese Zeit und lerne ein paar neue Sachen und er hatte auch eine Innendienstkraft und hat die wirklich sehr, sehr, sehr, sehr schlecht behandelt Und dann kannst du dir vorstellen, das war eine Konstellation.

Maximilian Schroll [00:10:18]:
Er saß an seinem großen Schreibtisch, sie saß an so einem anderen Schreibtisch und ich saß hier so drüben an einem kleinen Schreibtisch und hatte quasi immer beide im Blick. Und wenn sie irgendwas gemacht hat, egal was, wenn sie ihnen irgendeine Frage zu einem Vorgang gestellt hat, Er war so pumpig und es war auch wirklich ab dem Moment, als er draußen war, immer eine große Erleichterung für die Atmosphäre. War für mich dann auch komisch, weil es so ein kleines Team dann auch war und es war Gott sei Dank nur eine Woche, Aber es ist wie beim Fußball mit den Leuten, die dich da formen und führen sollen als jungen Menschen. Da steht und fällt in der eigenen Entwicklung einfach wahnsinnig viel. Deswegen gut, dass du das so früh für dich dann auch trotzdem erkannt hast und dass deine Familie da auch dafür gesorgt hat, dass du nicht den Kopf in den Sand steckst, sondern dass du sagst, okay, ich ziehe durch, weil ansonsten würden wir wahrscheinlich gar nicht hier sitzen. Und war für dich damals schon klar, dass du mal unternehmerisch aktiv werden willst, dass du Unternehmer werden willst?

Marco Klenk [00:11:13]:
Du wirst jetzt wahrscheinlich lachen, wenn ich dir das erzähle. Ich hatte so zwischendurch, klar man hat ja noch nicht so diesen großen Einblick auf, was für Agenturen gibt es, was für Modelle, man ist ja dann gerade auch erst mal so in der Findungsphase, ok, ich betreue meine Privatkunden, was kann dann alles noch passieren und ja, wir haben schon oft diskutiert, wenn mir einer damals mit dem Abi gesagt hätte, und da muss ich auch noch hinzufügen, wo du gerade gesagt hast, er muss sich schmunzeln anfangen, warum wir heute hier sitzen. Es war tatsächlich so, dass meine Mutter damals sozusagen die Stelle indirekt gefunden hat, wo sie gesagt hat, die BAG, die hat quasi zwei Studiengänge, einmal für das Unternehmen an sich und einmal das mit BWL-Versicherung und ja, da würde sie sich jetzt wahrscheinlich freuen, wenn sie das anhält oder ich hoffe zumindest, dass sie sich freut. Ich würde höchstwahrscheinlich nicht hier sitzen, wenn sie das nicht gefunden hätte. Das muss ich tatsächlich da auch noch kurz dazu beifügen. Bei mir aber ging es ja dann auch so nach dem oder im dualen Studium habe ich gewusst, okay ich habe Bock auf Firmengeschäft. Du sitzt einem Unternehmer gegenüber, spannende Persönlichkeit Und du hast halt einfach, jeder Tag ist anders, jeder Termin ist anders. Das heißt, du hast mal einen Metallbauer, mal einen Handwerker.

Marco Klenk [00:12:21]:
Jeder Betrieb, auch wenn sie das Gleiche machen, ist anders, mit anderen Arbeitsabläufen, anderen Maschinen. Das heißt, ich habe so einen abwechslungsreichen Alltag. Aber dann war mir auch klar, okay, du sitzt dann später beim Unternehmer, versicherst deine Firma, die 10, 20, 30 Millionen Umsatz macht, perfekt von der Pike auf bis zum Ende über alle Risiken und sagst ihm dann ins Gesicht, so, ja, deine private Angelegenheit, kann ich dir jetzt nicht so weiterhelfen. Deswegen war ich ja dann erst mal zwei Jahre in der Privatkundenbetreuung und klar, früh im Studium hatte ich tatsächlich einfach auch so das Streben nach Führung, Führungskraft, aber ich denke, das wird ja auch so ein gesellschaftliches Ding sein. Ich weiß nicht, wie es dir ging, aber ich hatte damals das Gefühl, du kriegst irgendwo eingepresst, auch so durch die Uni und durch so das Umfeld, so der Karriereweg schlechthin, Führungskraft, mittleres Management, krieg deinen Geschäftswagen, vielleicht steigst du auch mal noch auf, bist der eine von wenigen, der noch mal das mittlere Management unter sich hat. Aber das war ja früher so, das Nonplusultra, wo jeder eigentlich danach gestrebt hat, ey, ich will Führungskraft werden. Deswegen war das natürlich dann auch in meinem Kopf, können wir ja offen und ehrlich darüber reden. Und dann ging es bei mir, ich war dann im Jahr Ende 2019, ging bei mir dann die Gewerbe-Firmenberater-Ausbildung los, die sich dann knapp ein halbes Jahr gezogen hat und Anfang 2020 wurde ich dann Firmenberater, wo ich dann einfach gemerkt habe, okay, das macht mir unfassbar viel Spaß.

Marco Klenk [00:13:50]:
Du hast natürlich auch dadurch schönere Arbeitszeiten, du hast nicht diese typischen Abendtermine, wenn die Leute Feierabend haben. Das passiert einmal die Woche beim klassisch Handwerker, der viel alleine draußen ist, der kommt dann halt 4 oder 5 erst heim. Aber du kannst halt viel tagsüber machen. Und dann war für mich klar, da habe ich tatsächlich mal die Aussage getroffen, ich kann mir alles vorstellen, ich kann mal in die Führung gehen, Firmenberater, aber bloß nicht Generalagent. Tja, du bist jetzt mal hier. Und was ich heute geworden bin, sehen wir ja jetzt. Aber klar, da hat sich dann viel entwickelt. Ich war zwischendurch auch zwei Jahre im Bankenvertrieb.

Marco Klenk [00:14:25]:
Die Hauptgeschäftsstelle in Heilbronn, die ich dann R&V firmenseitig betreut hatte und halt da auch extrem viel lernen dürfen, weil halt einfach du noch mal auch den anderen Vertriebsweg siehst, gerade im Bereich Kredit, Kaution, Wahlgeschäfte hast du da einfach einen ganz anderen Schwerpunkt drauf und das war wirklich eine unfassbar wertvolle als auch lehrreiche Zeit und auch allein die Menschen, die ich dort kennenlernen durfte. Und im Endeffekt, es geht ja immer die Menschen, wenn ich sehe, wie viele Freundschaften einfach jetzt noch halten, mit wie vielen man sich immer mal wieder trifft, sei es ins Stadion, sei es mal auf ein Feierabendbierchen, sei es mal geht man dorthin zum Essen oder quatscht einfach mal nur so oder telefoniert regelmäßig. Das war sehr sehr wertvoll und dann kam halt irgendwann der Anruf so hey die und die Agentur hier, die wird jetzt frei. Klar man wusste früher schon, ich habe ja den Voragenturist, den Andreas Stahl, mitbetreut, dass der so einen gewissen Zeithorizont hat, wo mal was passieren könnte, dass wir uns immer top verstanden haben und er auch schon mal so hat anklingen lassen, er könnte sich es grundsätzlich vorstellen, wie ich denn dazu stehe. Und dann kommt es natürlich so bevor oder während der Zeit so in das Überlegen, okay, die Agentur hat eine gewisse Größe, die hat halt hier auch einen extrem firmenlastigen Schwerpunkt, was für mich natürlich als Firmenberater top ist. Und so hast du gemerkt, hey, du kriegst da einen Alltag hin. Du hast eigentlich aus den Welten, die du immer wolltest, beides. Ich bin die Hälfte vom Tag oder die Hälfte vom Jahr, besser gesagt, das ist ja nicht tagesweiser, bin ich der Firmenberater, betreue meine Großkunden, bin unterwegs, bin am Netzwerken, bin mit denen auch am Wochenende immer mal wieder am Start, wo der eine oder andere Kunde eingeladen wird.

Marco Klenk [00:16:07]:
Aber ich bin die andere Hälfte vom Tag Führungskraft. Und wie das Team jetzt in dem Jahr gewachsen ist und was jetzt quasi noch für Anstellungen und offene Stellen ausstehen, jetzt für das nächste Jahr, plus Angliederung von Untervertretern. Wenn ich mir dann einfach anschaue, der Altagenturist, klar, der hatte seine Stiefeltern dabei, seine leibliche Mutter, dass er quasi kein wirkliches Personal hatte und ich jetzt hier schon bei mit Untervertretern fünf, eher sechs Leuten stehe und noch mal eins, zwei über den Jahreswechsel dazukommen, dann ist das manchmal einfach so ein bisschen surreal noch alles. Du hast dann einfach eine Agentur so fast mit zehn Leuten, die vor anderthalb Jahren einfach so eine One-Man-Show war. Und ja, so kam dann das Ganze, dass man sich dann mit dem Thema nicht nur angefreundet hat, sondern einfach auch volle Überzeugung gesagt hat, hey, das ist es, das ist der Weg, den man unbedingt gehen will. Und so wie halt der Anruf dann kam von damaligen WD vom Thomas, ich hab's keine fünf Sekunden überlegt.

Maximilian Schroll [00:17:06]:
Was war das für ein Gefühl? Hast du hast du damit schon gerechnet? War das eine Fantasie? War das was, wo du dir gedacht hast, auf einen Andi gehe ich vielleicht mal zu und frag mal, ob er da schon einen Nachfolger hat oder hat

Marco Klenk [00:17:19]:
es dich völlig kalt erwischt? Also was heißt, man hat nicht damit gerechnet. Klar, das war ja schon mal immer so ein bisschen andiskutiert und man wusste, okay, man ist bestimmt in der engeren Auswahl. Jetzt muss man dazu sagen, dass halt auch eine der größten Agenturen der rnv hier in Süddeutschland, dass da jetzt nicht nur ich scharf auf diese Agentur bin, sondern wahrscheinlich 30, 40, 50 andere. Das war mir dann halt auch bewusst. Daher, du beschäftigst dich natürlich damit, du bist schon so komplett intuit, aber du willst dir halt auch nie zu viel Hoffnung machen, weil dann die Enttäuschung hinterher halt umso größer ist, weil das ist ja jetzt nicht einfach nur so ein Zwischenstep, einfach so, ja ich mache jetzt Karriere, das ist eine Stelle für vier, fünf Jahre, ziehe aus der Heimat weg, bin in Stuttgart und dann gucke ich weiter. Das ist ja eine Lebensentscheidung gewesen für mich und jetzt auch nicht eine zwingend einfache. Das Schöne ist, ich habe noch 100 Kilometer nach Hause, viele enge Kumpels wohnen daheim. Zufällig wohnen die direkt unterhalb von meinem Elternhaus, das heißt, das lässt sich immer ganz gut verbinden.

Marco Klenk [00:18:17]:
Aber ja, man muss sich da noch mal bewusst werden, so schön das Ganze auch ist, ich sehe von meinen engsten Kumpels die Kinder nicht aufwachsen. Das ist dann schon auch was, wo man klar viel Schönes, wir wollen ja auch viel positiv heute sein, aber man muss auch manchmal die Kehrseite sehen und jede Medaille hat ihre zwei Seiten.

Maximilian Schroll [00:18:37]:
Das ist wichtig, finde ich, dass du das gerade sagst, weil, also man, das ist, und da bin ich sehr gespannt deine Meinung dazu zu hören, weil ich habe das Gefühl manchmal, wir haben so ein romantisiertes Bild vom Unternehmer. Also, dass man tatsächlich den Erfolg primär sieht und dann den Erfolg auch irgendwo bewundert. Also ich glaube, wir haben in Deutschland schon ein positives Bild von Unternehmern, eine gewisse Bewunderung, manchmal vielleicht auch mit einer gewissen Missgunst versehen. Auf der anderen Seite wird natürlich sehr viel ausgeblendet, was für Opfer da alles zu bringen sind und es ist zum einen natürlich die Zeit, die man aufwendet, vor allem in so einer Übernahmephase oder Nachfolgefase, ist ja wahnsinnig intensiv. Du hast so viele Kunden kennenzulernen, du hast so viele Themen für dich selber, auf die du dich vorbereiten musst. Du hast Gespräche, die du führst mit allen möglichen Leuten auch aus der R&V-Welt und so viele Themen und Aufgaben, die da irgendwo vor einem sind. Und es wird ja erst mal nicht weniger. Deswegen finde ich es wichtig, dass du das da gerade auch so sagst und gab es da Momente, wo du mal in Frage gestellt hast, ob das die richtige Entscheidung ist oder war das für dich klar, okay das ist der Preis, den ich zu zahlen habe, aber den bin ich bereit zu zahlen.

Marco Klenk [00:19:48]:
Tatsächlich ja, so war es bei mir. Ich wusste, auf was ich zu verzichten habe, dass das einfach auch mit mehr Arbeitszeit, die Aufbaufase ist dann halt einfach dementsprechend härter wie der typische 9-to-5-Job. Da war ich mir wirklich komplett bewusst, weil ich mich halt auch recht früh schon damit beschäftigen konnte. Dementsprechend hat mich so der Anruf nicht ganz kalt erwischt, weil, aber klar, Freude pur, wenn man weiß, man hat quasi wirklich und das sage ich auch immer, da gehört auch ein bisschen Glück dazu, dass du zur richtigen Zeit am richtigen Ort bist. Klar, ich musste mir das Ganze einfach von der Pike auf erarbeiten, aber trotzdem weiß ich einfach auch wie gesegnet, dass ich mich einfach schätzen darf, dass ich so eine bestehende Firma übernehmen durfte. Schau mal an, du musstest deine Selbstständigkeit, dein Unternehmertum von Null auf starten und ich übernehme einfach was Bestehendes und da muss man einfach sagen, einfach verdammt viel Glück gehabt in dem Sinne, aber du kennst ja meine Einstellung, Glück kann man sich halt einfach auch irgendwo erarbeiten und ja, das matcht dann. Aber auch auf deine zweite Frage zu kommen, Ich hatte bisher noch keinen einzigen Moment, nicht mal eine Millisekunde, wo ich das Ganze bereue oder irgendwo gedacht habe, okay, das Ganze überfrachtet mich, das überfordert mich, weil ich einfach dieses Thema Unternehmertum so lebe und mich das so krass darüber freue, die Verantwortung auch zu haben. Es kam mir dann auch da mal, ein paar Freunde haben mich mal irgendwann beim Weggehen gefragt, wie kannst du nachts eigentlich noch ruhig schlafen? Warum? Was ist denn jetzt das Ding? Dann irgendwann so, ja, mit der Verantwortung, die du hast, du hast dann vier Angestellte, im Endeffekt bist du ja für die und deren Familien verantwortlich, dass die Umsätze reinkommen und klar, man ist sich der Verantwortung bewusst, das darf man auf gar keinen Fall irgendwo außen vor lassen, irgendwie zu leicht, glaube ich, irgendwie durchs Leben gehen, ach, wird schon alles gehen, aber in dem Moment, wenn du einfach komplett sauber und strukturiert dich darauf vorbereitest und einfach auch deine Zahlenwelt kennst, wann kommen wie wo welche Umsätze, einfach über die Bestandspflege, wann sind wie wo für Abschlüsse realistisch und du einfach weißt, dieses gewisse Grundrauschen ist damit abgedeckt, Büro wird gezahlt, Mitarbeiter werden gezahlt, dann lässt sich das Ganze schon halt auch irgendwo unbeschwert durchs Leben gehen.

Marco Klenk [00:22:05]:
Aber auf der anderen Seite ist es halt einfach unfassbar schön dieses Unternehmertum zu haben, weil das ist jetzt vielleicht so ein bisschen auch weg vom Thema, fast schon ein bisschen tiefgründig. Im Endeffekt, jeder von uns führt ja nur einmal das Leben. Das ist ja nicht so, dass das Leben ein Spiel ist, wo du mit 40, 45 dir denkst, ach das und das hätte ich vielleicht mal anders machen können im Leben. Sei es im Privaten, wo man sicherlich auch mal Sachen bereut oder im beruflichen und kann sich sagen ach ich drehe noch mal 20 jahre zurück oder im nächsten leben mache ich es dann besser oder anders Wir führen unser leben genau nur ein einziges mal und da wusste ich halt immer okay So diese ich nenn es immer all in mentalität Da habe ich dir mal das Instagram-Video geschickt, was mich da echt fasziniert hat. Einfach zu sagen, wenn du weißt, wie dein Background ist, was du alles hast, warum nicht All-in gehen? Und dass ich das einfach jetzt so über die letzten 1, 1, 5 Jahre gemacht habe, auch einfach von dem finanziellen Invest, was wirklich in Mitarbeiter, Büroausstattung, Marketing usw. Gegangen ist. Und da brauchst du halt wirklich, finde ich, ein unfassbares Zutrauen in deine eigene Fähigkeit. Weil wenn ich nicht von Anfang bis Ende zu 1000 Prozent davon überzeugt war und immer noch bin und auch sein werde, dass ich mir das zutraue und dass ich das mache und wenn ich diese Investments gehe, dass ich es lohnen würde, weil ich einfach komplett dahinter stehe und auch weiß, dass die Fähigkeiten, Gaben und Talente, die mir einfach irgendwie mit auf den Weg gegeben wurden oder die man dann halt einfach auch geformt hat oder die geformt wurden, dass das einfach so ein Match ist zu dem ganzen Konstrukt und zu dem ganzen Plan, dann kannst du da einfach auch nicht so komplett dahinter stehen.

Marco Klenk [00:23:47]:
Plus auch, für mich ist das Thema Freiheit unfassbar wichtig. Klar, man war dann auch im Bankenvertrieb, wo man dann merkt, okay, da kriegt man schon immer so ein paar, ich nenne es mal Vorschriften, sei es auch nur die Kleidordnung, man sieht ja jetzt hier. Man kann dann halt auch, klar da gehe ich nicht zum Großkunden im Hoodie, aber wenn man hier nochmal einen Bürotag hat, einfach theoretisch tun und lassen zu können, was man will. Weil wir kennen das, was oder du verbringst die meiste Zeit deines Lebens auf der Arbeit. Ich kann mir quasi mein Team selber zusammenbauen. Ich kann mir raussuchen mit wem ich tagtäglich zusammenarbeite und das ist für mich so wertvoll, weil ich arbeite unfassbar gern mit Menschen zusammen, die ich auch so mag, dann gehst du morgens besser gelaunt ins Büro, freust dich drüber, du hast es vorhin schon angesprochen, das ist wie beim Fußball, wenn du einfach ein Team hast, das dich versteht, dann ist das einfach ein komplett anderes Surrounding und es macht viel mehr Spaß. Ich kann mir meine Netzwerkpartner selber raussuchen und was für mich das höchste Credo ist, ich kann mir meine Kunden selber raussuchen. Ich kriege nicht von irgendjemandem Kunden vor die Flinte gedrückt oder von einem Banker was vermittelt, wo es darum geht, das ist mein Kunde, du musst den jetzt beraten, weil wir und die Bank und ich sind auf diese Zahlen angewiesen.

Marco Klenk [00:25:04]:
Ich kann jetzt theoretisch, auch wenn mir ein Kunde mal nicht passt, der einfach respektlos mit mir und meinem Team umgeht, auch sagen, ich möchte dich als Kunde nicht betreuen. Und diese Freiheit auf der Ebene zu haben, sich so das Leben aufzubauen und zu gestalten. Bloß klar, Unternehmertum bringt einfach auch noch andere Möglichkeiten, weil wer halt mehr leistet, hat auch am Ende vom Tag mehr davon. Das finde ich so wirklich das Schönste daran Und wir beide können uns heraus suchen, was wir überhaupt arbeiten. Ab einer gewissen Umsatzgröße kann ich ja sagen, okay, ich habe diese fünf Arbeitspakete. Auf das eine Arbeitspaket habe ich überhaupt keinen Bock, das macht mir überhaupt keinen Spaß. Das andere dafür umso mehr. Dann kannst du dafür irgendjemand engagieren, sei es ein Freelancer, sei es eine Agentur oder vielleicht jemand dafür einstellen, der genau diese Themen vielleicht super gerne macht und super gut macht, das dann so auszulagern.

Marco Klenk [00:25:55]:
Und das sind halt Möglichkeiten, die hast du nur im Unternehmertum. Und halt dieses Leben, nachdem man irgendwo strebt, diese Vision, die man irgendwo hat, kann man sich halt in meinen Augen halt nur dadurch aufbauen und ich denke, da erwischst du dich selber als auch mal dabei, man hat einfach so diesen inneren Drive, diesen inneren Antrieb. Ich weiß auch ganz genau, ich habe gerade mehrere Bilder vor mir, wie so das Leben später mal aussehen soll, in was für einer Immobilie, wie dann die Family ist und was für Urlaube man machen kann, wie man generell durchs Leben geht. Und ja, da kann man halt so durchs Unternehmertum halt einfach sich das ermöglichen, weil man darauf hinarbeiten kann und dann später halt auch nicht derjenige ist, der halt seine Kinder nicht aufwachsen sieht, weil er halt im goldenen Hamsterrad im Konzern gefangen ist, zwar mit einem Top-Einkommen, aber seine Arbeitszeit verkauft. Man kann sich das alles selber legen, planen und gestalten Und das ist für mich so das schönste und größte überhaupt am Unternehmertum.

Maximilian Schroll [00:26:52]:
Mega, also ich kann dir da nur beipflichten, man organisiert ja quasi den Leverage, den Hebel, den man selber hat als Unternehmer. Und ich bin da völlig bei dir. Ich glaube, also bei mir ist es persönlich zwar ein bisschen was anderes, aber im Grunde genau dasselbe. Es geht einfach darum, einen Antrieb zu haben, der einem jeden Morgen den Grund gibt, wieso man das auch gerne macht. Und Da werden auch Tage dabei sein, kennst du genauso wie ich, wo man sich denkt, mir ist gerade alles zu viel und wo man vielleicht auch mal wirklich fundamental in Frage stellt, ob das noch für einen das Richtige ist. Und die sind verdammt wertvoll, weil am Ende von solchen Tagen oder spätestens am nächsten Tag merkt man wieder, doch, genau das will ich machen und ich werde so lange machen wie es mir irgendwie möglich ist und ich werde alles dafür tun, damit das dann auch den Impact hat, den ich mir wünsche. Und jetzt hast du schon ein paar sehr, sehr spannende Sachen erzählt rund das Thema Unternehmertum im Allgemeinen. Du hast uns erklärt, wie kam es bei dir damals auch zu der Übernahme von der Agentur und der Nachfolge.

Maximilian Schroll [00:27:56]:
Da jetzt nochmal ganz direkt gefragt, was waren denn da für Stolpersteine vielleicht auch auf dem Weg? Weil das klingt jetzt gerade natürlich so, als wäre das tatsächlich alles komplett reibungslos verlaufen. Vielleicht ist es ja tatsächlich auch so in deinem Fall, aber was sind denn da so auch die Konflikte, die man auf dem Weg, bis man dann wirklich der Nachfolger ist und die Agentur einem selber gehört, die man so zurücklegen muss.

Marco Klenk [00:28:20]:
Ja, also im Endeffekt war das bei uns tatsächlich in einem Sinne super gelöst. Wir hatten ein gemeinsames Übergabejahr. Das heißt, das komplette Jahr 2023 lief die Agentur noch auf den Voreigentümer und ich war als selbstständiger Agenturpartner schon mit drin und da muss man ihm auch einfach unfassbar hoch anrechnen, der hat mir komplett freie Hand gelassen. Mega, das heißt, siehst ja hier das Office, ich konnte quasi schon auf Bürosuche gehen, war dementsprechend sehr früh dran und konnte hier in die Rohbauplanung mit einsteigen. Ich konnte mich die Prozesse kümmern. Also das war schon wirklich ein sehr smoother Übergang. Da muss ich wirklich ihm tausendmal danken dafür. Aber klar, alles einfach und alles glatt lief natürlich nie und man denkt ja wirklich schon, ich dachte auch ich bin super vorbereitet durch das Übergabejahr, ich weiß was auf mich zukommt und man stellt sich ja wirklich auch darauf ein, es kommen ja wirklich so viele Schauplätze drumherum und manchmal habe ich das Gefühl ich bin 15 Bälle gleichzeitig am jonglieren und wenn einer weg geht und ich mich freue, es werden weniger kommen, aber fünf neue dazu, das ist wirklich und ich denke, da kann sich gerade jeder Unternehmer, der gerade diese Sätze gehört hat, wird jetzt wahrscheinlich ein Schmunzeln im Gesicht haben und denkt sich auch, ja können wir zu 1000% nachvollziehen und die Bürokratie macht es uns halt auch nicht einfacher.

Marco Klenk [00:29:38]:
Es wird ja immer mehr und ein bisschen vorteilhaft kam dazu, ich habe einfach auch schon relativ jung angefangen in Immobilien zu investieren. Das war bei mir mit 22 habe ich angefangen. Klar mit 23 war dann der erste Notartermin. Dementsprechend hatte man halt auch schon seine eigene Excel-Liste gebaut. Das grobe Grundkonstrukt. Das ist ja nichts anderes wie ich mache mich selbstständig mit Immobilien. Was kommt dann Geld rein? Was kannst du investieren? Was kommt quasi raus? Wie hast du einen Überschuss? Wie kannst du was entwickeln? Dementsprechend hatte man da schon sehr viele Berührungspunkte damit, aber dann kommst du aus dem Übergabe heraus, übernimmst die Agentur und das läuft dann nicht so wie geplant. Dann hast du da Zeitverzögerung mit den Möbeln, dann wird die Baustelle nicht fertig.

Marco Klenk [00:30:22]:
Also alles was eigentlich wirklich gut durchgeplant war und wir haben noch mal Puffer reingeplant und noch mal sechs Wochen Puffer, war dann schlussendlich gerade so auf Teufel komm raus, eine Punktlandung mit sehr vielen Terminverschiebungen. Und das kostet einfach extrem viel Energie. Und was noch dazu kommt, ich finde so im Angestellten-Tum hast du immer so ein gewisses Grundrauschen, auch so eine Art, ich nenne es mal Stimmung, Laune. Dann hast du mal irgendwie einen coolen Tag, weil ein Kollege Geburtstag hat, Sekt und Kuchen mit ins Büro bringen, wo es so ein leichter Ausschlag nach oben ist. Dann hast du mal vielleicht einen schlimmen Kundentermin oder musst was abklären, was falsch gelaufen ist, wo du so einen leichten Ausschlag nach unten hast. Aber das ist eher so eine gleichbleibende Welle, die man so ein bisschen hoch und ein bisschen runter geht und mittlerweile, ich denke, das kannst du auch wieder zu 1000% nachvollziehen, die Ausschläge, auch im positiven Sinne, sind exorbitant hochgegangen, dass es wirklich viele Tage gibt, wo man einfach so gut gelaunt die Musik auf Anschlag im Auto auftritt und laute als mitsingt, weil man einfach so eine Bombenlaune hat. Aber dann kann sein, dass eine Stunde oder anderthalb Stunden später wieder so dieses typische Fuck-up kommt, wo dann wirklich einfach ein Schlag ins Gesicht ist, wo man einfach auch wieder so eine Down-Phase dann bekommt und es sind einfach diese Regelmäßigkeiten, das passiert so oft in einem deutlich größeren Ausmaß und da braucht man halt einfach auch wirklich eine unfassbare Resilienz. Ja.

Marco Klenk [00:31:46]:
Und wie du es auch sagst, du musst halt wirklich dir verinnerlichen, wofür mache ich das Ganze, so was ist mein Why, auch an diesen Tagen, wo du morgens, und die Tage habe ich auch mehrfach gehabt, dieses, ja es ist nicht alles schön, ich wusste, oder keinen Bock hatte, jetzt aufzustehen und dahin zu fahren und das zu machen und das zu machen, weil man immer mal so eine Durststrecke hat, wo es einfach mal nicht so läuft. Aber dann hast du halt wieder diese Positivmomente, die einen dann halt auch wieder über zwei, drei, vier Wochen prägen und wieder dieses Auf komplett sich durchzieht. Und ja, das sind halt so die Themen und dann funktioniert da mal was nicht in der Technik und immer zu unpassenden Momenten. Dann fällt das Internet aus. Dann hast du eigentlich da diesen Drehtag mal geplant gehabt. Dann war der Fotograf, stand im Stau, kam zwei Stunden zu spät, ich hatte wieder meinen Folgetermin und dann hast du solche Terminverschiebungen oder auch wir wollten mal ein Gruppenbild machen und weil gerade zwei meiner Mitarbeiter viel auf Seminaren waren, weil sie halt frisch eingestellt wurden, dann hatten wir immer genau die Überschneidung, wenn eigentlich fast alle Zeit gehabt hätten, war immer jemand dann auf Seminar und ich habe bis heute noch kein Team-Build hinbekommen zum Thema, es läuft an sich ja scheinbar immer alles glatt. Ja, aber Das macht es ja auch irgendwie so schön, wenn irgendwie alles immer nur so top und positiv laufen würde. Wäre es ja auch nicht das Wahre.

Marco Klenk [00:33:06]:
Und ja, man braucht halt einfach ein gutes, privates und soziales Umfeld, wo man dann halt einfach auch weiß, man kann auch einfach mal abschalten. Weil man ist fast immer 24 7 dabei. Wie oft passiert es mir, dass ich auch mal nachts 2 oder 3 aufwache, dann genau in dem Moment irgendeine Idee habe, mir das in meine Notizen App reinschreibt. Du siehst es ja manchmal in der App, die wir zusammen pflegen. Und Da dann einfach auch mal sagen zu lassen, okay, Arbeit ist Arbeit, man schaltet auch mal ab, wenn er mit seinen besten Kumpels, mit seinen Jungs unterwegs ist, bringt er einfach auch mal einen Abend und kann auch mal so ein bisschen das Geschäft beiseite lassen, weil da gibt es ja auch dieses Zitat, learn to rest, not to quit, dass man auch manchmal so Phasen hat, wo man einfach mal durchschnaufen muss, nicht irgendwie ans Aufhören denken und dann weiß und das weiß ich halt, ich kenne das aus den letzten Jahren, dass es immer wieder dann die geilen Phasen gibt und man sich daran dann halt auch hochzieht und das musst du halt einfach mit einer positiven Verrücktheit fast schon verinnerlicht haben, das Ganze dann so über die Jahre durchzuziehen, weil es ist definitiv nicht für jeden was. Wir merken das speziell bei uns in der Branche. Es gibt viele unfassbar gute Vertriebler, die halt meinen in der Selbstständigkeit, klar kann man da einfach noch mal mehr Geld verdienen als im Angestellten-Tum, die einfach nur dieses Thema sehen, aber das sind halt nicht gleich auch automatisch gute Unternehmer, da können halt viele andere Qualitäten dazu.

Maximilian Schroll [00:34:29]:
Die sind aber vielleicht ja geile Agenturpartner, das denke ich mir so häufig, wieso sich da auch viele Vertriebe nicht einfacher machen, weil die haben ja dann doch auch eine teilweise wirklich hohe Fluktuation, vor allem auch dann im Exklusivvertrieb. Und ich denke mir da immer wieder, überlegt doch mal, ihr kennt doch die richtig guten Vertriebler und diejenigen, die auch unternehmerisch richtig stark sind, die viel wertvolle Impulse irgendwo mit einbringen, die offensichtlich gut organisiert sind, die klare Prozesse haben und so weiter und so fort. Und wenn man jetzt mehr in die Zukunft denkt, dann wird sowieso mehr Kollaboration auch innerhalb der eigenen AO, des eigenen Exklusivvertriebs brauchen und natürlich auch darüber hinaus und ich glaube da lassen sich viele gerade echte Chancen entgehen, die man eigentlich nutzen sollte, weil man junge Menschen zu schnell in so eine Rolle versucht reinzubringen und die halt dann nicht mal wirklich geführt werden oder angeleitet werden dabei. Marco, ich glaube es muss vielleicht gar nicht jeder gute Vertriebler auch versuchen Unternehmer zu sein. Ich glaube da vergeben sich echt viele Ausschließlichkeitsorganisationen, Exklusivvertriebe auch die Möglichkeit Kompetenzen zu bündeln. Weil in den AOs und du kennst es selber, also wir kennen ja beide einige R&V-Generalagenten und haben da glaube ich auch gleich ähnliche Bilder im Kopf, wenn wir jetzt an diejenigen denken, die unternehmerisch richtig gut sind, wo man glaube ich auch sagen kann, da wäre es einfach super, wenn junge, aufstrebende Vertriebler sich da eher anschließen würden, dann vielleicht auch erstmal zu lernen, dann rauszufinden, ist vielleicht wirklich die Übernahme von einer anderen Agentur oder die Gründung von einer eigenen Agentur für mich auch das Richtige. Also ich habe da, das habe ich dir auch schon mal erzählt, auch mit Vermittlern zusammengearbeitet, die in diese Selbstständigkeit auch reingestartet sind, denen dann seitens des Vertriebs oder des Versicherers in dem Fall auch viel versprochen wurde, große Zahlen in den Raum gestellt wurden, was den Bestand angeht und dann schaut man sich den Bestand das erste Mal gemeinsam an, weil Vorher guckt man sich den dann auch nicht so genau an. Man weiß ja auch noch gar nicht, wie man das wirklich macht.

Maximilian Schroll [00:36:34]:
Dann schauen wir uns den Bestand an und sehen, gut, 25% sind Einvertrag Leben mit Start 1980 und dann haben wir noch irgendwie 10% KV voll dabei und dann haben wir noch ganz viel verhackstückeltes Kleinzeug.

Marco Klenk [00:36:50]:
Viel nur Kfz-Einbetragskunden, der Klassiker.

Maximilian Schroll [00:36:53]:
Ist so, ja, absolut. Und das ist halt schon, glaube ich, für viele junge Selbstständige erstmal so ein richtiges Pfund, mit dem man klarkommen muss, weil man ja so viele Aufgaben hat. Man hat so viele Aufgaben und ich glaube, es fehlt häufig an Strukturen, die jungen Menschen dann auch dabei helfen, das wirklich so zu machen und so zu realisieren, wie sie es sich auch wünschen. Jetzt hast du uns schon gesagt, Das war bei dir ja nicht so. Du hattest das Glück, auch mit Thomas Menzinger wirklich einen super Paten da, sage ich mal, an der Seite zu haben, an der Stahl da einen sehr kollegialen und vorausschauenden und guten Vorgänger in der Agentur auch einfach zu haben. Was würdest denn du, wenn man sich jetzt an die Situation, wenn man sich die Situation vorstellt und jetzt lasst uns gar nicht mal nur auf die Versicherungsbranche fokussieren, sondern generell alle, die gerade, du bist ja auch auf die Zielgruppe Handwerksunternehmen spezialisiert, da sind ja auch ganz viele Generationenwechsel, die sich jetzt gerade anbahnen. Was würdest du denen für Tipps geben, wenn es die Nachfolge im Familienunternehmen oder auch von extern geht?

Marco Klenk [00:37:58]:
Ja, Gott, Mehrere auf jeden Fall. Da sind ein paar Learnings dabei. Ich finde ein Thema ist immer ungemein wichtig, weil gerade wenn ich jetzt mal auf die Handwerks- oder Baubetriebe ausgehe, wo halt einfach ein Schwerpunkt im Kundensegment sind, Es ist ja oft so, dass man an einem elterlichen Betrieb schon ein paar Jahre mitarbeitet, aber die Strukturen und die Arbeitsweisen, die kennt man quasi schon von klein auf. Weil sobald man 12, 13 ist, kriegt man es ja eigentlich gar nicht anders mit. Und es gibt einfach zwei Dinge, die einfach da unfassbar schwierig sind. Das merke ich jetzt auch so, das ist bei mir auch ein Prozess über ich sag mal zwei bis fünf Jahre von den Arbeitsweisen. Man will ja dieses Altbewährte von entweder einem Familienunternehmen, sag ich mal bei mir ist es nicht ganz ein Familienunternehmen, aber auch du übernimmst ja einen Bestand und kennst ja alle, da die guten Dinge und auch vieles aufrecht zu halten, einfach auch diese Beständigkeit, die Werte, wieso auch das Unternehmen über Jahre erfolgreich war, aber trotzdem muss man dem Ganzen ja auch so seine eigene Handschrift verleihen,

Maximilian Schroll [00:38:59]:
so

Marco Klenk [00:38:59]:
seinen eigenen Stil mit reinbringen, Gerade mittlerweile, wir haben extrem viele neue Möglichkeiten mit der Technik Prozesse zu verschlanken, auch einfach die Kommunikation mit dem Kunden so extrem zu vereinfachen und für beide Seiten da einfach so viel Zeitersparnisse und auf einem Tage an Zeitersparnisse, wenn es Schäden geht, Kfz-Zulassung und so weiter und so fort zu machen, dass man da einfach wirklich Hand in Hand über mehrere Jahre den ganzen Prozess begleitet und da spreche ich jetzt auch mal an die ganzen Altenhaber, dass man das Ganze auch zulässt. Ich kann das jetzt aus der Perspektive machen. Ich wüsste nicht, wie einfach mir es fallen würde, wenn ich irgendwann mal dann so weit bin, die Agentur vielleicht in die Hände von einem Kind von mir zu übergeben oder whatever, jemand frei vom Markt, von der RNV, den man kennt, das weiß man ja heute noch nicht, aber dieses Loslassen ist glaubst du mit das Schwierigste, wo man jedem All den Haber oder noch Chef, der das kann und macht, wirklich so viel Respekt und Tribut zahlen muss. Also das kann, glaube ich, kein Mensch wirklich greifen oder fassen, wenn man den Prozess nicht mal mitgemacht hat. Und ich kenne ja nur von der anderen Seite und wage mich jetzt auch nicht wirklich in die Person reinversetzen zu können, wie das abläuft. Und deswegen, wenn du das über Jahre machst, so dieses peu à peu annähern, der aktuelle Inhaber lässt immer ein bisschen mehr die neuen Möglichkeiten zu, nicht, wir haben das schon immer so gemacht, sondern man öffnet sich, Man will selber nicht alles auf einmal und zu viel umsetzen. Da muss ich mir selber vielleicht ein bisschen auch an den eigenen Kahn fahren. Weil ich da einfach auch die komplett freie Hand hatte, konnte ich einfach sau viel schon extrem schnell und top umsetzen.

Marco Klenk [00:40:45]:
Das hilft da natürlich, aber das wirklich über Jahre zu machen, einfach auch dieses gemeinschaftliche, dann ist es auch eine gemeinschaftliche Übergabe. Man geht gemeinsam zu Kunden, stellt sich vor, die Kunden kennen einen über zwei, drei Jahre, wissen, man macht auch die gleiche Arbeit, führt es in den gleichen Werten mit fort. Das macht halt einfach das ganze deutlich einfacher wie ein harter Cut von jetzt auf morgen und so muss es funktionieren. Plus auch diesen Blickwinkel mal das andere zu sehen. Sei es in Handwerksbetrieben, man macht vielleicht seine Lehre oder zwei, drei Jahre zwischendurch an einem anderen Betrieb und schaut, wie arbeitet dieser Betrieb, was machen die vielleicht anders, was machen die besser, da kann man sich vielleicht ein paar Themen für seine Prozesse abschauen oder vielleicht auch, was machen die gar nicht gut, weil wir es heute schon gehabt haben, Auch aus den Dingen, die gar nicht gut laufen, kann man sich immer was abschauen, wie will ich es nicht machen oder ich ziehe die Schlüsse, wie kann ich das vielleicht optimiert machen, weil der Gedanke ist unfassbar gut, nur die Durchführung passt nicht und das kann ich vielen einfach da mit auf den Weg geben. Das war ja auch für mich damals das Gute, dass ich in zwei, drei Agenturen war und viele dann auch kannte aus der Spezialistentätigkeit und auch den anderen Vertriebsweg gesehen habe. Und auch dieses eine Zitat, either you learn or you earn, da ist einfach sau viel wahres dran. Nicht so von Anfang an immer nur aufs Geld zu schauen und zu sehen, was verdiene ich jetzt in den nächsten 2-3 Jahren, aber der, der mit mir das Studium gemacht hat, der an sich den gleichen Job macht, aber jetzt in dem Gebiet hockt oder dort ist, wo das super läuft, verdient 10, 20.000 im Jahr mehr als ich, obwohl wir genau das gleiche im Endeffekt machen, auch die Qualität gleich ist.

Marco Klenk [00:42:23]:
Da muss man halt auch wieder in den Invest gehen, da investierst du erstmal quasi in dich und in dein späteres Leben, davon später zu profitieren und mehr zu haben. Und das sind so die Zwischenschritte. Es geht nicht immer darum, habe ich jetzt über zwei, drei Jahre von Anfang an schon das geile hohe Gehalt, aber vielleicht lerne ich da Welt mehr, dann später mein Einkommen, mein Gewinn so exorbitant hebeln zu können, das nach anderthalb, zwei Jahren drin zu haben, was ich drei, vier Jahre vorher weniger hatte und ich habe das dann halt über meine komplette Lifetime mehr. Das muss man mal sehen. Ich sage da, dieser weitsichtige Blick und der Blick irgendwie das so das große ganze Lebenswerk, nenne ich das Ganze immer, nicht aus dem Augenblick oder aus dem Auge zu verlieren. Das kann ich wirklich jedem mit auf den Weg gehen, plus auch, egal wie gut man meint, vorbereitet zu sein. Es werden Dinge kommen, wo man unvorbereitet ist und erstmal so gefühlt die Existenz halber wegschlittern sieht und sich denkt, was passiert denn hier gerade. Deswegen bereitet euch so gut vor wie möglich, weil alles was man macht, was man vorbei schon leistet, wo man weiß, Zweckssteuer, Befreiung, Rente, wie war es mit der Krankenversicherung, was für ein Gehalt will ich mir auszahlen und auch wie will ich denn später leben, wie viel Spenden ich im GmbH Konstrukt habe, wie viel Gehalt zahle ich mir denn aus, was will ich zum Leben, was brauche ich zum Leben, was kann ich steueroptimiert in der Firma lassen, vielleicht dadurch in Immobilien zu investieren und das sind einfach so viele Dinge, die es dazu zu durchdenken gibt, weil man ist nicht nur derjenige, der operativ seinen Job super macht.

Marco Klenk [00:44:03]:
Du bist das Personal, fürs Marketing, für die Buchhaltung, bist ja für alles zuständig. Du musst von allem quasi den Plan haben, klar. Dann ist auch meine größte Empfehlung, lagert oder sourced so viel aus wie es geht. So mache ich aktuell auch, damit man sich aufs Kerngeschäft fokussieren kann, weil das hat im Endeffekt den höchsten Ertrag. Da seid ihr am wertvollsten, da bringt ihr die größten Umsätze rein und das ist eine ganz einfache Rechnung. Wenn ihr für 2-3 Stunden Buchhaltung oder Personalmanagement einen Stundensatz von 80 Euro zahlen müsst, aber ihr wüsst mit eurem Projekt habt ihr 180 Stunden verdient, dann macht das, was euch Spaß macht, wo ihr gut darin seid Und ihr merkt, es lohnt sich auch finanziell. Man muss das Ganze halt auch nur unternehmerisch angehen. Bestes Beispiel jetzt bei mir, der ein oder andere wird jetzt lachen und sagen, ja hier, privater Luxus.

Marco Klenk [00:44:56]:
Ich habe seit diesem Jahr daheim für mich privat auch eine Putzfrau, die halt alle zwei Wochen vorbeikommt. Aber nicht, weil ich sage, oh, ich habe gar keinen Bock zu putzen, das zählt vielleicht ein bisschen mit rein, aber einfach auch diesen Business Case, die nimmt einen gewissen Stundensatz, die ist ihre 2 Stunden da und ich mache in der Zeit halt Geschäft, bin entweder auch mal Samstagvormittag einen Kundenbesuchende oder ich mache einfach meine Vorgänge, Ablagen und dann quasi die strukturierte Vorbereitung, Nachbereitung zusammen, die wieder für mehr Umsatz sorgt. Und ich habe dann einfach in der Zeit, mache ich das, was ich wirklich liebe, was mir Spaß macht, mit voller Begeisterung und habe dadurch eine höhere Einnahme, als wenn ich in den zwei Stunden putzen würde, wenn ich das Delta lese. Das sind halt Entscheidungen, die kannst du halt nur als Unternehmer machen, weil ein Angestellter, der so einen Fixgehalt hat, der kann sagen, gönne ich mir den Luxus oder gönne ich ihn nicht. Ich kann sagen, ich gönne mir den Luxus, weil ich es halt nicht so super gerne mache. Ich sage es mal gerade aus dem Habbar, du weißt selber, das ist nicht gerade immer das Schönste. Aber da dann halt wirklich zu sagen, okay, ich gebe eine Summe X aus, aber habe halt das 2- oder 3-fache in den 2 Stunden reingearbeitet mit meinem Doing und kann das halt so irgendwo geil kombinieren. Und das sind halt so Dinge, wo man nicht alles selbst machen muss und das beste Beispiel hier bei uns mit dem Thema Versicherung, Vorsorge und alles.

Marco Klenk [00:46:19]:
Statt sich selbst damit zu beschäftigen, Schäden zu melden, das Zeug zu machen, sucht euch einen Partner, der es gut macht. Ich kann euch da sogar eine gute Agentur empfehlen.

Maximilian Schroll [00:46:30]:
Ich auch.

Marco Klenk [00:46:31]:
Wie wir uns da halt einfach alles kümmern, weil das ist ja alles schlichtweg Arbeitszeit. Ich denke mittlerweile nicht mehr in Geldeinheiten, ich denke in Zeiteinheiten. Genauso beim Mitarbeiterinvestment. Stellt Mitarbeiter an, investiert in Mitarbeiter, weil Ihr habt dann Umsatzsumme X. Mitarbeiter, klar, muss ich ja auch irgendwo bezahlt machen, dass der nicht mehr Ertrag oder nicht mehr Gehalt kostet, wie Umsatz dadurch übers Jahr reinkommt, ist ja auch logisch. Aber lagert einfach Arbeitspakete ab, euch Zeit freizuschaufeln fürs Wesentliche. Und da muss man sich halt den klaren Plan machen, was sind denn eigentlich meine umsatzbringenden Tätigkeiten und welche lager ich dann am besten aus mit einem Betrag X, weil ich dann wieder Zeit freischaufle an Einheiten, umsatzbringende Tätigkeiten einfach durchzuziehen. Das sind für mich so die drei größten Tipps und Learnings, die ich wirklich jedem Unternehmer oder Übergangsunternehmer oder der jetzt frisch in ein Unternehmen einsteigt, oder sich vielleicht auf die Übernahme vom elterlichen Betrieb vorbereitet, einfach als Tipp mitgeben kann, wo ich aktuell echt super gut damit war.

Marco Klenk [00:47:46]:
Ich stand teilweise auch da und dachte so, okay, eigentlich jetzt erst mal so ein bisschen das Geld innerhalb, man kennt so dieses schwäbische Schwimmen, dieses Sprichwort, das fand ich ganz witzig. Aber ich war da von Anfang an eigentlich voll auf dem Investmentkurs und es hat sich bis heute wirklich mehr als bezahlt gemacht. Wenn ich jetzt mal hinschaue, wir haben ja vorhin so ein bisschen darüber gesprochen, was im ersten Jahr jetzt schon für einen Wachstumskurs da ist, das obwohl ich gerade eigentlich den Vertrieb und die Umsatzgenerierenden Sachen alleine mache, weil mein Privatkundenberater, der Ilja, jetzt mit den Seminaren fertig geworden ist und jetzt erst anfängt quasi in Sales zu gehen, ist das schon Wahnsinn und man merkt halt einfach, dass der Plan, den man hatte, bis jetzt voll aufgegangen ist und hoffentlich auch so weitergeht.

Maximilian Schroll [00:48:29]:
Ich kenne das ja selber primär von Finanzdienstleistern, egal ob jetzt AO oder Makler beim Thema Bestandsintegrationen. Wenn ich es mir jetzt aber auf die Zielgruppe Handwerksunternehmer vorstelle und da vor allem nochmal wirklich Familienunternehmen, da sind ja potenziell auch so viele Konflikte mit dabei, da ich auch jetzt mit verschiedenen Nachfolgern darüber gesprochen, die es geschafft haben, auch Familienunternehmen, also in unserer Branche, eine erfolgreiche Nachfolge zu realisieren. Diese familiären Konflikte, haben sie aber auch gesagt, die muss man ganz klar davon auch trennen können und das ist extrem leicht gesagt und super schwierig in der Umsetzung und da ist echt so, jeder einzelne hat jemanden an seiner Seite, der ihn oder sie da auch begleitet hat, wo man sagt, wir brauchen den Unabhängigen von außen, der diese Situation kennt, versteht und der diese Situation dann auch mit uns meistern kann, weil es werden die Konflikte kommen. Und da werden auch manchmal Emotionen wahrscheinlich auf den Plan gerufen, die man gar nicht eigentlich in der Sache drin haben will, weil sie irgendwie mit irgendwas verknüpft sind. Wir kennen sie ja alle, wir sind alle Kinder von Eltern und jeder kennt diese Situationen. Und was würdest du jemandem empfehlen, der sich auf die Suche macht? Wie erkenne ich denn jetzt, ob jemand der richtige Berater ist und mir da wirklich hilft auch den Blick fürs große Ganze zu haben? Und wie kann ich vielleicht auch diejenigen aussieben, die mein Bestes wollen, nämlich mein Geld? Nur mein Bestes.

Marco Klenk [00:50:05]:
Tatsächlich ist das keine leichte Aufgabe. Das ist verdammt schwierig und es gibt da jetzt auch nicht so dieses Rezept, wo man jetzt sagt, genau das ist es, damit findet ja immer jemand. Es kommt viel dann auch auf die Persönlichkeit von dem Gegenüber an, auf das persönliche Vertrauen, dass man dem anderen schenkt. Plus auch, dass der Gegenüber den Blick für das große Ganze hat. Das ist ein ganz einfaches Beispiel. Ich stelle dir einfach jetzt mal bewusst eine Frage. Du hast jetzt die Wahl, Max, du kannst für dich, du nimmst dir vor, du läufst einen Marathon in einem Jahr raus. Ich feuer dich an, wenn du es machst.

Marco Klenk [00:50:46]:
Das haben wir jetzt hier und heute live aufgenommen. Und du musst dich quasi, für dich ist das ein komplettes Neuland, weil du dich bisher noch nie damit beschäftigt hast, wie es ja tatsächlich oft auch ist. Du siehst das immer wieder in den Unternehmen, ist entweder die Frau oder der Mann. Einer von beiden macht so das Thema Versicherung und Finanzen und die Kinder sind im Operativ, aber dann werden sie so ein bisschen mal mit eingebunden, aber im Endeffekt von dem, was man eigentlich alles braucht und beachten muss, wenn ich mal sehe, wie viele Handlungsfelder, das sind ja 20, 25 Handlungsfelder, die wir allein auf unserer Seite schon haben, in dem Themenfeld. Da haben wir noch nicht über das Personal gesprochen, sondern über andere Dinge. Du lässt dich komplett neu drauf ein und du hast die Wahl, du musst dir quasi dein passendes Schuhwerk raussuchen. Du kannst das Schuhwerk entweder so typisch in einem Intersport kaufen, das von Sneakern über Fußballschuhe, über Basketballschuhe, über Wanderschuhe, Trackingschuhe, laufschuhe für den alltagsläufer, der seine 8 bis 10 kilometer in einem 5er pace läuft und auch klar ein paar vereinzelte spezialschuhe, die halt einfach für marathons ausgelegt sind oder du hast einen zweiten laden und im zweiten Laden ist jemand der Inhaber, der keine Ahnung von der Materie hat, weil er es theoretisch mitbekommen hat, der joggt aber nicht, weil er es vielleicht aus gesundheitlichen Problemen einfach nicht kann. Also der ist noch nie länger als 5 oder 10 Kilometer gelaufen, kann dir aber rein theoretisch von Produktgeberseite her sagen, hey, der Schuh und der Schuh ist top, weil er wirklich auf das Thema Laufschuhe spezialisiert ist, also das ist ein reiner Laufschuhstore.

Marco Klenk [00:52:30]:
Oder du hast quasi noch einen dritten Laden, bei dem du dich beraten lassen kannst oder auch dein Schuhwerk kaufen. Genau der gleiche Laden, gleiches Equipment, nur der Niederlassungsleiter in dieser Stadt ist selbst Marathonläufer und ist schon fünf, sechs, sieben Marathons gelaufen, hat schon zwei, drei verschiedene Schuhwerke gehabt und kann quasi sich halt auch am besten in dich reinversetzen, sitzt quasi auf deinem Stuhl und kann dir aus eigener Erfahrung berichten, wie es ist mit welchem Schuh welchen Marathon gelaufen zu sein. Jetzt kannst du in alle drei Läden gehen. Jetzt hast du die Infos. In welchem Laden wolltest du dir deinen Schuh für den Marathon kaufen?

Maximilian Schroll [00:53:10]:
Also ich als extrem ambitionierter Marathonläufer, ich sage natürlich, ich will...

Marco Klenk [00:53:14]:
Das müssen wir unbedingt betonen.

Maximilian Schroll [00:53:15]:
Das müssen wir unbedingt befestigen. Also Die Idee gab es schon mal, dann kam leider was dazwischen. Aber mal gucken, nächstes Jahr München Marathon. Ich schaue zu. Spaß beiseite. Gar keine Frage. Wenn ich wirklich die Ambition habe, das ernsthaft durchzuziehen und dann auch die bestmögliche Beratung haben will von jemandem, der Expertise hat, dann ist es immer so, ich brauche jemanden, der die Situation kennt. Der die Situation von sich selber kennt, der weiß, wie die Abläufe da sind, wie man sich gut darauf vorbereitet, wie man auch mit Rückschlägen in so einer Vorbereitung umgeht und am besten natürlich jemanden, dem ich da tatsächlich auch einfach vertrauen kann, dass er nicht die Absicht hat, mir einfach nur irgendwas zu verkaufen, sondern der diesen Ansatz hat zu sagen, ich investiere jetzt erstmal, ich gebe lieber mal ein bisschen was selber rein.

Maximilian Schroll [00:54:12]:
Also, ich komme jetzt zu dir und du sagst, ich höre mir jetzt erstmal an, was du eigentlich willst, wie du so lebst, wie sieht denn dein Ernährungsstil aktuell aus, wie sieht denn deine aktuelle Kondition und Konstitution aus. Und dann gehe ich mal mit dir deinen Fuß ausmessen, dann stellen wir dich mal noch auf eine Waage und gucken, ist da vielleicht Beckenschiefstand oder was auch immer alles in Ordnung. Also da nimmt sich richtig Zeit, mit dir herauszufinden, was du eigentlich brauchst und mit mir in dem Fall. Und da würde ich dann auf alle Fälle immer die Entscheidung für diesen Laden treffen, weil ich da weiß, da bekomme ich das Bestmögliche, was für mich irgendwo machbar ist. Und selbst wenn er vielleicht irgendwo nicht alle Schuhe auf der Welt in seinem Sortiment hat, aber ich weiß, ich werde immer bei dem, was möglich ist von jemandem mit der Expertise genau diese Expertise und Kompetenz die ich brauche dann auch das bekommen was ich eigentlich haben will und deswegen leicht zu beantwortende Frage auch wenn ich jetzt ein bisschen ausgeholt habe.

Marco Klenk [00:55:14]:
Ja und das ist tatsächlich du bringst auf den Punkt so kann man das einfach ich finde dieser Geschichte kann man das einfach extrem schön darstellen, weil wir kennen sie alle. Es gibt die typischen Vermittler draußen, bei denen ist man dann, da wollen die die Polizen erst mal sehen und machen nichts anderes wie die Bestandspolizei, gegenrechnen zu wollen und hoffentlich ein günstigeres Angebot. Wahrscheinlich extrem hoher Prozentsatz, wie das draußen abläuft. Dann hat man ein weiteres Problem, dass einfach, wenn ich jetzt einfach mal so im Bereich denke, so die typischen normalen Marken, letztlich die, die auf Industriefirmen spezialisiert sind, Die sind ja meistens eher wirklich im ganz großvolumigen unterwegs und betreuen viele Handwerksbetriebe einfach aufgrund von der Größe gar nicht, weil es einfach nicht lukrativ ist für die. Das sind dann Makler, die haben zu 80, 85, 90 Prozent Privatkunden und haben ein paar Firmen im Bestand, haben mal drei, vier Schulungen zu Firmen gehabt und meinen dann Firmen betreuen zu können und machen also das typische Ja, bei der Haftpflicht brauche ich ja nur einen Umsatz, bei Inhalt brauche ich ja nur eine Summe und Ertragsausfall und Rohertrag, das sieht man ja aus der BWA und fertig. Und dann gibt es quasi aber auch noch ganz vereinzelt welche, sag ich mal wie jetzt bei mir der Fall. Ich habe seit fünf Jahren nur Firmenkunden vor mir sitzen gehabt. Tag ein, Tag aus.

Marco Klenk [00:56:33]:
Ich betreue den Firmenkunden als Privatperson natürlich mit, logisch. Freunde, Familie, auch Haken dran, das macht man natürlich auch. Aber so für den normalen operativen Ansatz habe ich seit fünf Jahren Tag ein, Tag aus, jede Woche drei bis fünf mal sieben Firmenkunden gesehen aus den verschiedensten Branchen mit den verschiedensten Handlungsfeldern und da merkt man ja immer von Branche zu Branche ist immer grob ein ähnliches Risikoprofil da. Man kann grob schon mal abschätzen was hat er für einen Bedarf und dann kommt das Thema ins Spiel. Du sprichst mit jemandem über betriebliche Benefits, der hat eine Produktschulung erhalten und sagt dir auch das und das bringt es bei deinen Mitarbeitern, hat aber selber eine Halbtags-Innendienstkraft da sitzen. Oder halt ein Agenturist, ein Unternehmer, der selber 4 bis 5 Angestellte hat, dementsprechend da einiges machen und bieten muss, weil bei uns in der Branche ist es auch nicht einfach, gutes Personal zu kriegen und dann auch an einen zu binden. Plus auch Bewerbungen halt einfach laufen hat, regelmäßig Bewerbungsgespräche und weiß, wie kommt was an, weil man einfach nah dran ist. Und das sind halt so die Themen.

Marco Klenk [00:57:39]:
Du hast es genau auf den Punkt gebracht. Jemand, der dieselben Erfahrungen gemacht hat, der dasselbe durchlebt, Zum einen, plus auch das Thema Zeit in so einem Konzept. Ich bin gerade dabei auch den ein oder anderen Firmenkunden hinsichtlich Übergabe zu beraten. Das hat sich vom Timing einfach getroffen. Mit der FEMINI und den Jungs sind wir jetzt dabei den fünften Termin zu machen, weil man erstmal die ersten 1-2 Termine sind noch so oberflächlich und grundsätzlich eigentlich weg von Versicherung. Da geht es ja auch mit drum, du übergibst ja nicht von heute auf morgen die Firma komplett, es geht ja mit ein paar Anteilen, wie kann man das gestalten, einfach den maximalen Benefits rauszuziehen. Und das ist ja eigentlich so das Credo, nach dem ich lebe, mit den gegebenen Möglichkeiten das Maximale rauszuholen. Sei es für mich persönlich, in meinem Unternehmertum oder sei es für meine Kunden.

Marco Klenk [00:58:28]:
Und da geht es darum, okay, Wir helfen mit gewissen Wordings und mit einem Passus die Notarverträge zu gestalten, damit man auch vielleicht schon mit weniger als 50% Anteil die Chance hat, sich bei der gesetzlichen Rentenversicherung befreien zu lassen, weil du dort, und das ist ja crazy, du kriegst ja ca. 3000 brutto Rente, wenn du den Höchstbetrag über deine ganze Lebenszeit einbezahlst. Ich habe letzte Woche einen Bekannten beraten, wir haben einfach nur den gleichen Betrag von der Rentenversicherung genommen, den er für sich privat verwenden konnte und es kommen einfach, obwohl er schon Anfang, Mitte 30 ist, das muss man dazu sagen, zwischen 4.000 und 5.000 Euro Rente raus. Das heißt, gleiche Gegebenheiten, gleicher Einsatz, aber das Maximale daraus generiert und Das ist nicht in einem Termin über zwei, drei Stunden gemacht. Da kann man vielleicht einen Firmenvertrag blind gegenrechnen. Aber so wirklich die gesamte Situation und auch diesen Blick aufs grobe Ganze, so Fragen, wo wollt ihr in drei bis fünf Jahren stehen, wie sind quasi Prozesse, Entwicklungen dorthin, wie können wir euch bestmöglich unterstützen? Weil es gibt nicht immer diese, ich nenne es immer eierlegende Wollmilchsau, das ist so ein typisches Wording bei uns aus der Einheit. Es gibt nicht immer so dieses Produkt, was für alle Szenarien greift. Man braucht einfach so viele Infos wie möglich und da muss man auch wirklich jemandem vertrauen, wie du es sagst, weil da muss man auch sehr viel Preis geben, weil nur wenn ich genau diese Information von meinem Kunden bekomme und weiß, wo er hin will, wo er sich hinentwickeln möchte, kann ich ihn bestmöglich unterstützen und nicht zu sagen, wir machen jetzt zwei Jahre das und werfen das dann über den Haufen und machen was Neues.

Marco Klenk [01:00:05]:
Nein, man will ein grobes, ganzheitliches Konzept, das natürlich immer Anpassungsbedarf hat, logisch. Aber wenn man weiß, dass der nach zwei Jahren schon stattfindet, baut man das natürlich komplett anders schon mal auf. Ja. Und ja, da muss man wirklich darauf achten. Ich denke mal, die zwei, drei Kernpunkte haben wir jetzt auch echt gut mit Beispielen auf den Punkt gebracht, dass es für jeden einfach super verständlich ist, was man achten muss, wie man das Ganze angeht, wer vielleicht da die richtigen Personen sind und ja auch wieder das Thema Nachfolge. Bestes Beispiel, ich habe das jetzt selber durchlaufen. Ich habe mich selbst schon von der Rente befreit, gut privat krankenversiert bin ich jetzt schon fünf, sechs Jahre einfach aufgrund von den Angestelltenzeiten schon. Da hatte ich quasi Glück, dass ich recht früh reingerutscht bin.

Marco Klenk [01:00:50]:
Aber das sind alles Themen. Das ist doch das Einfachste, wenn du selber in der gleichen Situation bist mit einer GmbH. Was schüttest du dir Gehalt aus? Was machst du an steueroptimierten Vorsorgen? Wie stellst du dich selber auf die eigenen Beine? Wenn es der Spezialist, der die gleiche Situation mit Personalstamm hat, genau so macht, dann ist das doch das größte Qualitätsmerkmal, das du haben kannst, wo du direkt den Vertrauensvorschuss haben müsstest. Wenn er es als gelernter Spezialist macht, dann muss das ja die beste Lösung sein, damit meine Situation ähnlich schräg schräg gleich ist. Also was schöneres gibt es doch eigentlich gar nicht.

Maximilian Schroll [01:01:25]:
Absolut, 100% Zustimmung. Ich glaube, das ist für viele Verbraucherinnen und Verbraucher, Versicherungsnehmer ist es glaube ich schwierig durch diesen komplizierten, dieses Dickicht an Bürokratie, an Begrifflichkeiten, an Gesetzestexten und so weiter und so fort, das sich unsere Branche irgendwo so über die Jahre aufgebaut hat, durchzublicken. Also merke ich selber in Gesprächen einfach häufig, dass man zwischen den einzelnen Vertriebswegen oder Vermittlertypen gar nicht unterscheiden kann, dass dann manchmal einzelne Vermittlertypen entweder extrem glorifiziert werden oder komplett verteufelt. Du weißt, ich habe da auch eine sehr, sehr klare Meinung dazu und ich finde, du bist eins der Paradebeispiele, dass es mit den richtigen Partnern, auch im Exklusivvertrieb, genau so möglich ist, so unternehmerisch und so ganzheitlich und so konzeptionell vor allem zu beraten und zu arbeiten und dann auch den Service entsprechend auszurichten. Deswegen bin ich super froh, dass ich dich heute hier habe. Und Marco, ich würde extrem gerne Mit dir auch noch der Frage, aber ich glaube, mit Blick auf die Uhr und mit dem Wissen, dass die Zuhörerschaft natürlich auch nicht unendlich aufmerksam uns hier zuhören kann, würde ich das gerne vertagen. Wir sehen uns ja sowieso regelmäßig Und da würde ich, das kann ich jetzt schon mal vorwegnehmen, sehr, sehr gerne die Frage eingangs mit dir diskutieren, wie erkenne ich eigentlich als Kunde, was ein guter Finanzdienstleister ist? Wie finde ich das raus? Weil ich glaube, das ist wirklich was, stellen sich super viele die Frage. Und ich bekomme ja selber quasi immer wieder organische Leads, wo die Leute mich fragen, hey kannst du mir irgendwie jemanden empfehlen und so weiter und so fort.

Maximilian Schroll [01:03:09]:
Ist für mich natürlich jetzt leicht dann auch die passenden Leute dazu empfehlen, aber diese Frage muss glaube ich mal beantwortet werden und ich könnte mir keinen besseren wünschen, die zu beantworten als dich.

Marco Klenk [01:03:20]:
Also wenn du mir jetzt schon so eine Einladung ausstellst, Max, die kann ich ja eigentlich gar nicht mehr ablehnen. Tatsächlich super cooles, spannendes Thema und freue ich mich drauf, ja, noch mal als Gast dann bei dir unterwegs zu sein.

Maximilian Schroll [01:03:35]:
Und dann sparen wir uns an der Stelle auch den eigentlichen Klassiker, die letzten Worte gehören dem Gast, wir werden dich ja wiederhören, aber komm Marco, the stage is yours.

Marco Klenk [01:03:45]:
Ja, tatsächlich ist mir vorhin, ihr habt das auch zwischendurch mitbekommen, dass wir extrem viele ernste Themen bequatscht haben, aber auch sehr viel Spaß miteinander hatten und das ist auch was, wo ich fürs komplette Unternehmertum sehe, als auch fürs komplette Leben. Man hat sehr viele ernste Themen zum Quatschen und das meinte ich vorhin auch, ich kann mir jetzt raussuchen, wie arbeite ich mit wem zusammen und das sind für mich einfach wieder so Momente, wo ich sage, das ist das Geile daran, ich kann mir raussuchen, dich als Kooperationspartner zu haben, mit dir die Themen zusammen zu bestreiten, wo man auf eine extrem seriöse Qualität liefert, aber trotzdem dieses zwischenmenschliche Miteinander einfach so gut passt, weil man gleich tickt, gleich denkt und trotz allem bei so einem Podcast einfach extrem viel Spaß dabei hat und das hoffentlich auch für die Zuhörerschaft rüberkommt. Und das ist für mich, das sind einfach auch so Momente, wieso man auch morgens aufsteht, weil das ist jetzt nicht so, okay, man macht das jetzt, man ist in einen Podcast eingeladen und quatscht dann die Themen irgendwie so durch, sondern man hätte uns wahrscheinlich auch einfach schon mehrfach in unseren Gesprächen einfach per Teams eine Stunde unbemerkt abfilmen können und man hätte das direkt veröffentlichen können. Ja, Deswegen war mir eine unfassbare Ehre, erst mal hier Gast zu sein und ein noch Größeres bald wieder sein zu dürfen.

Maximilian Schroll [01:05:08]:
Was für eine spannende Folge. Vielen Dank euch fürs Zuhören. Schaltet auch nächsten Donnerstag wieder ein. Ladet euch den Podcast in euren Podcatcher runter, hört ihn auf dem Weg zur Arbeit und schaut bitte auch noch in den Show Notes vorbei. Da sind nämlich alle Infos zu unserem Gast, alle Verlinkungen. Vernetzt euch, tretet in Kontakt und lasst uns gemeinsam die Zukunft der Versicherungs- und Finanzwirtschaft gestalten.

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