
Futurance: Zukunft & Versicherung
Bereite dich auf die Zukunft vor, indem du dich mit uns auf eine Reise durch den Futurance Podcast begibst!
Hier nehmen wir die großen Herausforderungen, die vor uns liegen, mit voller Leidenschaft und Begeisterung unter die Lupe. Denn durch frische Perspektiven, neue Ideen und das Durchbrechen alter Denkmuster können wir gemeinsam eine bessere Zukunft gestalten.
Lass dich von jungen Visionären aus der Branche inspirieren und erfahre, was sie antreibt, in der Branche zu arbeiten oder auch zu verlassen. Hier lernst du, wie junge Menschen die Zukunft sehen und welche Visionen sie für unsere Gesellschaft und Wirtschaft haben.
Gemeinsam mit uns und den anderen Pionieren, die den Vertrieb und die Assekuranz der Zukunft mitgestalten wollen, wirst du Teil einer Bewegung, die die Versicherungswirtschaft zum Treiber der Transformation macht.
Erlebe die Begeisterung, die Leidenschaft und die Vision, die uns antreibt, und werde Teil von Futurance: Gemeinsam. Für eine sichere Zukunft!
Futurance: Zukunft & Versicherung
Zukunft gestalten: Kooperationen und Wandel in der Versicherungsbranche
Anlässlich unseres 250.000 Downloads Specials tauchen wir in das faszinierende und oft herausfordernde Thema der Kooperationen innerhalb der Versicherungs- und Finanzwirtschaft ein. Angeführt wird die Diskussion von unserem engagierten Host Maximilian Schroll, der zusammen mit Marco Klenk und Thorben Schätzer zwei profunde Kenner der Branche an seiner Seite hat.
In dieser Episode werden die essenziellen Faktoren beleuchtet, die für erfolgreiche Kooperationen entscheidend sind. Unsere Gäste teilen ihre persönlichen Erfahrungen, diskutieren über die Balance zwischen Wertschöpfung und Risiko und gehen der Frage nach, wie Kooperationen in der Breite noch erfolgreicher funktionieren können. Was macht eine gute Kooperation aus? Welche menschlichen und unternehmerischen Werte sind entscheidend? Und wie können Unternehmen in der Versicherungswirtschaft durch innovative Partnerschaften künftig profitieren?
Marco und Thorben geben uns einen exklusiven Einblick in die Herausforderungen, die bei der Umsetzung und Pflege von Kooperationen auftreten können, und teilen wertvolle Tipps, wie man diese meistern kann. Neben den praktischen Aspekten kommen auch visionäre Gedanken zur Sprache: Wie könnte die kooperative Landschaft der Versicherungs- und Finanzwirtschaft in 15 Jahren aussehen?
Freut euch auf eine Episode, die nicht nur inspirierende Einblicke in die Welt der Kooperationen bietet, sondern auch zum Nachdenken und Weiterentwickeln anregt. Diese Episode ist ein Muss für alle, die sich in einer Branche mitgestalten wollen, die vor bedeutenden Veränderungen steht. Viel Spaß beim Zuhören!
Unser Pianist: https://www.tom-pianist.de
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Dieser Podcast wird von dean productions produziert.
Vielen Dank, dass Du unseren Podcast hörst!
Maximilian Schroll [00:00:00]:
Herzlich willkommen zum Futurist Podcast. Wir sprechen über die Zukunft einer sehr traditionsreichen Branche. Wir sind nämlich der Überzeugung, dass es an der Zeit ist für echte Veränderungen in der Versicherungs- und Finanzwirtschaft. Und wer die Zukunft mitgestalten will, der muss hier zuhören. Hallo und herzlich willkommen zum Futurist Podcast. Mein Name ist Maximilian Schrull und ich freue mich sehr, dass ihr heute eingeschaltet habt. Heute hört ihr unser 250.000 Downloads Spezial Und ich bin heute zu Gast im wunderschönen Weiblingen bei Marco Klenk. Marco, sehr, sehr schön, wie so häufig hier zu sein.
Maximilian Schroll [00:00:37]:
Wie geht's dir?
Marco Klenk [00:00:38]:
Hi, Max. Ja, freut mich erst mal riesig, dass du wieder hier bist. Und mir geht's natürlich blenden, konnte es kaum erwarten, mal wieder, ich sag bewusst, mal wieder im Podcast mit dir zusammen abzudrehen. Und ja, Wir waren ja jetzt gerade schön zusammen Mittagessen, haben uns schon gut ausgetauscht und ich bin gespannt, was jetzt die nächsten Stunden so bringen werden.
Maximilian Schroll [00:00:57]:
Marco, und für diejenigen, die uns nur hören gerade, die hören ja nicht, dass wir hier nicht nur zu zweit sind, denn wir haben hier ja nochmal jemanden mit dabei. Dem geneigten Zuhörer ist er natürlich auch kein unbekannter Gast. Torben Schletzer. Torben, sehr, sehr schön, dass du
Thorben Schläzter [00:01:09]:
mit dabei bist. Wie geht's dir? Ja, danke, dass ich dabei sein darf. Ich komme ja aus dem hohen Norden, also zumindest von euch aus gesehen. Und ich finde es super, dass ich dabei sein kann und freue mich auch auf den Austausch mit euch.
Marco Klenk [00:01:20]:
Und ich habe
Maximilian Schroll [00:01:21]:
euch ja auch schon gesagt, ich freue mich auch sehr, sehr, sehr auf das Gespräch mit euch beiden heute, denn ich habe ein Thema mitgebracht, bei dem ihr beide euch sehr gut auskennt. Das weiß ich natürlich aus erster Hand und ein Thema, das für die Branche so wahnsinnig wichtig ist. Es geht nämlich heute eine übergeordnete Frage, die ich euch gerne stellen möchte und mit der ich heute mit euch diskutieren möchte. Wie gelingt Für Unternehmer eigentlich Kooperation? Und dafür euch beide gleich schon mal zum Start. Die Frage, Marco, was macht denn eigentlich eine gute Kooperation aus?
Marco Klenk [00:01:55]:
Eine gute Kooperation, das ist eine sehr offene Frage, da kann ich jetzt weit ausholen. Ich versuche mich aber kurz zu halten. Im Endeffekt eine gute Kooperation ist für mich, wenn einfach beide Kooperationspartner am gleichen Strang ziehen. Und vor allem, was eigentlich das Übergeordnete ist, wenn ich jetzt an mich denke, so ich bin in der Kundenberatung. Ich betreue Kunden, speziell Firmenkunden. Da kommt es dann quasi auch nicht nur auf die Fachlichkeit von dem Gegenüber an in der Kooperation, sondern finde ich das Thema Menschlichkeit ist mir da unfassbar wichtig, weil die Person muss im Endeffekt die gleichen Werte haben und vor allem auch im Bereich der Dienstleistungen das gleiche Verständnis. Weil Wenn es für mich selbstverständlich ist, dass meine Kunden innerhalb von zwei Tagen eine Rückmeldung kriegen, der Kooperationspartner das einfach ein bisschen anders sieht und sie innerhalb von zwei, drei Wochen erst meldet, so dann ist das für mich irgendwo keine vernünftige und gute Grundlage für eine Zusammenarbeit. Deswegen würde ich da das Thema Menschlichkeit als auch so Grundverständnis zum Leben, zum Unternehmertum als auch so zum Dienstleistungscharakter würde ich da als extrem wichtig betiteln.
Marco Klenk [00:02:59]:
Und ja, damit steht und fällt, ob eine Kooperation vernünftig ist als auch oder eben nicht und klar, Kommunikation ist das A und O. Woher sollst du denn beispielsweise wissen, wenn wir zwar eine Kooperation eingehen, wenn ich vielleicht für mich selber gar nicht weiß, wie meine Werte sind, wie meine Zusammenarbeit aussehen soll Und wenn ich es aber weiß, muss ich es einfach klar kommunizieren. Und da muss halt, bevor eine Kooperation eingegangen wird, erstmal darüber gesprochen werden, wie wollen wir gemeinsam den Markt angehen, die Kunden bearbeiten. Das sind für mich hier eigentlich so die zentralen Punkte.
Maximilian Schroll [00:03:32]:
Das war unser 250.000 Download Special. Spaß beiseite. Wirklich mustergültige Antwort. Torben, wie siehst du das denn? Was hat Marco denn vielleicht noch vergessen, wo du sagst, hey, das ist für Kooperationen auch noch wichtig?
Thorben Schläzter [00:03:45]:
Ich würde nicht sagen, dass Marco was vergessen hat. Ich will natürlich nicht in seinem eigenen Haus auf die Füße treten. Also im Grunde genommen ist Kooperation ja irgendwo die gleichen Interessen zu verfolgen, also mit wem auch immer. Das kann im Kleinen schon anfangen. Also das kann sein, ich denke da auch schnell an meine Mitgründer zum Beispiel, die ich in der Vergangenheit hatte. Man zieht irgendwo am gleichen Strang, man will etwas zusammen aufbauen und da ist wirklich das A und O, sich von vornherein klar zu sein, was ist denn eigentlich unser Ziel und gehen wir da in die gleiche Richtung. Weil das kann auch schnell mal anders sein. Also wenn man das ganz runter bricht, kann man es sogar im Privaten schon sehen.
Thorben Schläzter [00:04:23]:
Eine Beziehung ist auch nichts anderes, man will ja auch irgendwo gemeinsam hin. Deswegen ist das, finde ich, so ein sehr wichtiger Aspekt im gesamten Leben, ob das jetzt im Unternehmertum oder im Privaten ist, ist eigentlich egal. Gleiche Interessen verfolgen und das Thema Kommunikation und Mensch ist da natürlich sehr entscheidend.
Maximilian Schroll [00:04:43]:
Das finde ich super spannend, so habe ich ehrlich gesagt noch nie darüber nachgedacht, weil auch in der Beziehung ist es ja so, dass es eine Governance gibt sozusagen. Also Marco, das was du auch gesagt hast, man braucht gemeinsame Prozesse, man braucht ein gemeinsames Verständnis auch von beispielsweise Kommunikationsgeschwindigkeit gegenüber einem gemeinsamen Kunden Und genau so eine Governance in Anführungszeichen hat man natürlich in der Beziehung auch. Die wird da weniger strukturell angegangen und vorher wahrscheinlich ausdefiniert, als dass es sich mehr ergibt durch die Zusammenarbeit. Aber das ist eigentlich auch schon meine nächste Frage, nämlich wie sind denn eure persönlichen Erfahrungswerte mit dem Thema Kooperation? Wo habt ihr vielleicht auch mal einen Fehler jetzt rückblickend machen müssen, aus dem ihr aber viel lernen konntet? Marco, wie schaut es bei dir aus?
Marco Klenk [00:05:25]:
Tatsächlich viele Kooperationen, die ich eingegangen bin, und es sind jetzt tatsächlich in der kurzen Zeit jetzt noch einige gewesen, waren Gott sei Dank bisher durchweg positiv, weil ich auch vor allem den Mensch dahinter kannte. Ich habe die Menschen eigentlich über 1, 1, 5 Jahre, wenn man regelmäßig zusammen essen hat, sich ausgetauscht, hat quasi gemerkt, okay, man tickt gleich, man hat eigentlich die gleichen Ziele und Wertvorstellungen. Dementsprechend war das recht einfach, die Kooperation dann einzugehen, weil man einfach merkt, es matcht halt einfach. Aber was ich persönlich einfach da als Tipp mit auf den Weg geben kann, wo ich auch schon in gewissen Arten der Zusammenarbeit einfach, leider Gottes, nicht so Glück hatte, ist halt einfach sobald ums Geld geht, wissen wir alle wie es ist, hört die Freundschaft auf und ja da merkt man halt im Endeffekt, so ist das der richtige Kooperationspartner oder nicht, wenn man gerade bei diesem Thema, das heißt Investitionsbereitschaft oder vielleicht auch dieses gegenseitige, oftmals ist es auch so in der Kooperation, dass ich zeitweise 80 Prozent Preis gebe und teilweise auch nur 20 Prozent zurück bekomme, was ja vollkommen in Ordnung ist, weil ich sage auch immer, Lieber habe ich nur ein kleines Stück vom Kuchen wie gar nichts vom Kuchen. Und da kennst du ja meine Einstellung durch das Go-Giver-Prinzip von dem Buch. Da gebe ich gerne auch viel irgendwo raus in die Welt, weil ich weiß, ich kriege dadurch irgendwo auch was zurück. Auch wenn es jetzt nicht zwingend von dieser Person ist, sondern von was anderem. Und das sind einfach die Grundsätze, wo ich halt manchmal auch gemerkt hatte, in vielen Themen war das immer eine entspannte Zusammenarbeit.
Marco Klenk [00:06:54]:
Die Person gegenüber hat immer behauptet, ja das läuft super, das passt, da kann ich dich unterstützen, da kann ich was machen. Aber sobald es dann quasi, sag ich mal, so ein bisschen an den Geldbeutel ging und die Person halt einfach jahrelang Sachen bekommen hatte, die ihr eigentlich gar nicht so zustanden und wo sie jetzt einfach gar nicht mehr so eingesetzt werden müsste, Da wurde es dann auf einmal irgendwo unpässlich. Da habe ich dann auch mal eine dritte Person eine E-Mail gelesen, wo ich mir dachte, so, boah, okay, hätte ich jetzt von der Person nicht gedacht, dass die so etwas von sich gibt. Und ich kann da wirklich jedem Einzelnen einen Tipp geben, Und zwar, wenn jemand eine Kooperation mit euch eingehen will, dann will die Person ja immer irgendwo was von euch, sei es euer Netzwerk, euer Know-how und irgendwie auf eure Kontakte zugneifen. Ist ja auch so, so wie wenn ich eine Kooperation eingehe, beispielsweise mit euch beiden, dann greife ich ja auch auf euer Know-how und euer Netzwerk zurück. Und sobald aber jemand was von dir möchte, verhält er sich natürlich immer super. Er ist super loyal, behauptet natürlich immer, das passt, das passt, das passt. Ich habe da für mich gemerkt, das hat tatsächlich auch immer mal ein Influencer von sich gegeben, den fand ich super, geht mit den Personen immer Essen oder Kaffee trinken.
Marco Klenk [00:08:04]:
Weil da merkst du, wie sie sich mit Personen unterhalten und interagieren, die für das Eigentliche erstmal keinen Wert stiften. Und zwar das komplette Servicepersonal. Sind die da genauso freundlich wie zu einem selber? Behandeln die die Leute auch mit Respekt? Wie gehen die mit denen Wie interagieren sie? Ich finde, klar, auch da kann der eine oder andere mal bei einem oder zwei Geschäftsessen sich noch so ein bisschen verstellen, aber irgendwann sickert da dann ein wahres Ich durch. Und daran merkt man, wie er mit diesen Personen umgeht, so wird diese Person irgendwann mit dir umgehen, wenn du keinen Wert mehr stiftest.
Maximilian Schroll [00:08:35]:
Sehr, sehr stark. Finde ich richtig spannend und da gehen bei mir gleich ein paar Erinnerungen im Kopf los, ehrlicherweise. Vor allem auch das Thema, ich sag mal, aus dem Go-Giver-Prinzip heraus am Anfang viel zu geben und dann vielleicht auch den einen oder anderen einzuladen, das auszunutzen. Und auch, glaube ich, solche Erfahrungen, wenn man selber sagt, ich will viel mit Kooperationen arbeiten, dann glaube ich, sind die wahnsinnig wertvoll. Man muss nicht jede Erfahrung selber machen. Ich bin mich auch überzeugt davon. Deswegen ist es ja auch so gut, sich mit Leuten zusammenzuschließen, die eben diese Fehler für mich vielleicht schon mal machen konnten und ich muss sie dann in der Konsequenz nicht selber machen, sondern kann eben auch aus Fehlern anderer lernen. Aber Torben, Wie ist es denn bei dir? Hast du da selber auf deinem Weg, du bist ja als Unternehmer jetzt auch nicht erst seit einem Jahr am Start, auch wenn Dreifach noch ein recht junges Unternehmen ist, aber du bist ja selber Unternehmer, das ist schon länger tätig.
Maximilian Schroll [00:09:26]:
Wie hat sich dein Verhältnis zu Kooperationen entwickelt und was waren vielleicht auch so Fuck-ups, die du über die Zeit erleben musstest.
Thorben Schläzter [00:09:34]:
Also erstmal hoffe ich, dass wir den Essenstest bestanden haben, Marco. Das habe ich die ganze Zeit so im Kopf gehabt. Aber es ist tatsächlich ein guter Test. Also guter Punkt, interessant.
Marco Klenk [00:09:45]:
Also ich wollte euch nicht testen, aber ich kenne euch mittlerweile ein bisschen.
Maximilian Schroll [00:09:48]:
Wir waren ja schon ein
Marco Klenk [00:09:49]:
paar Mal.
Thorben Schläzter [00:09:52]:
Sehr gut. Ne, genau. Ich habe so... Also wenn ich zurückdenke an die Kooperationen, an die Partnerschaften, die ich hatte, jetzt mehr auf beruflicher Schiene vielleicht, dass es vielleicht mal nicht funktioniert hat, gerade wenn das Commitment unterschiedlich gelagert war. Also wenn irgendwie der eine wirklich deutlich mehr gemacht hat als der andere, obwohl man das gleiche Ziel hat, kann es ja trotzdem dazu kommen. Und der eine sich vielleicht auf der Arbeit des anderen ausruht. Und da habe ich dann relativ schnell ein ungutes Gefühl dabei, wenn ich das Gefühl habe, ich kann mich nicht auf die andere Person verlassen. Ich wünsche mir natürlich aber auch, dass andere mir sagen, wenn ich vielleicht zu wenig mache in der Kooperation, also auch da wieder Kommunikation, weil die Wahrnehmung des einen ist ja vielleicht anders als die des anderen.
Thorben Schläzter [00:10:43]:
Aber ich glaube, das ist so das, wo ich mich schnell unwohl gefühlt habe in den Kooperationen. Wenn ich das Gefühl habe, ich gebe da deutlich mehr rein als die andere Person, obwohl man das gleiche Ziel hat und eigentlich auch das gleiche Commitment erwarten könnte.
Maximilian Schroll [00:10:59]:
Absolut richtig. Wir sind jetzt natürlich direkt schon ins Thema ganz tief reingesprungen, ins Wie. Jetzt für euch nochmal aber die Frage, weil wir ja auch Zuhörer haben, die mit dem Thema zwar Berührungspunkte haben, meistens auch hier beim Podcast wahrscheinlich, die aber selber vielleicht mit dem Gedanken spielen, ja Kooperation irgendwie könnte natürlich interessant sein. Ich habe verstanden, wir sind gemeinsam stärker, als wenn wir gegeneinander arbeiten. Aber vielleicht noch mal eure Frage nach dem, warum ist Kooperation eigentlich so sinnvoll? Was macht für euch Kooperation so wertvoll? Und wie habt ihr das auch für euch gemerkt? Also ich kann es für mich selber nämlich noch ganz gut sagen, als ich irgendwann mal so den Assistenten gefallen ist und ich gemerkt habe, so ja, natürlich kann ich mir überlegen, alle als Wettbewerber zu sehen, aber ich kann es mir halt auch selber extrem schwer machen, wenn ich möchte. Und das ist eigentlich der total falsche Weg, weil man hat nicht ein Wettbewerbsverhältnis mit den meisten. Auch wenn man irgendwo in derselben Branche unterwegs ist. Mit den wenigsten hat man irgendwo ein direktes Wettbewerbsverhältnis.
Maximilian Schroll [00:11:55]:
Deswegen die Frage an dich jetzt, Marco, auch, warum Kooperation Und was braucht es aus deiner Perspektive, damit du sagen kannst, ja, das ist jetzt auch ein Kooperationspartner, mit dem ich gemeinsam genau so einen Wert stiften kann, wie ich es mir vorstelle?
Marco Klenk [00:12:11]:
Also erstmal, warum Kooperation? Ich finde, du musst immer den Kunden in den Mittelpunkt stellen. Und für mich gibt es da so ein Wording, so auf Wertschöpfung folgt Wertschätzung. Und da schaue ich, ich betreue meine Kunden, wie kann ich bei meinem Kunden die maximale Wertschöpfung erzeugen, dass es für ihn das Bestmögliche ist. Das bin teilweise vielleicht ich mit meinen Beratungen, mit meinen Themen. Es gibt aber auch so viele Schauplätze drumherum, die kann ich gar nicht in dieser Form so bedienen. Ich kenne mich zwar aus, aber du bist auf gewisse Kooperationspartner angewiesen, weil das ist ja auch so meine Strategie, wie ich es tagtäglich nutze und auch jedem Unternehmer meiner Beratung empfehle, Outsourcing. Fokussiert du dich selbst auf dein Kerngeschäft, wo du die höchste Wertschöpfung hast. Für alles andere such dir Partner oder stell dir Leute an, was ja auch eine Art der Kooperation ist.
Marco Klenk [00:13:00]:
Tom hat es ja auch ein bisschen beschrieben, teilweise wie in Partnerschaften, so wenn ich mir jemanden anstelle, gehe ich auch eine gewisse Kooperation ein. Und da schaue ich halt im Grunde, wie kann ich meinem Kunden maximal helfen oder was hilft meinem Kunden maximal Und wenn ich das Know-how oder die Umsetzung selbst nicht liefern kann, geht es darum, wer in meinem Netzwerk oder wer von meinen Bekannten kann das Ganze machen. Weil im Endeffekt ist dem Kunde ja später egal, wer löst das Problem. Er hat quasi diesen einen Ansprechpartner, die Vertrauensperson, das bin ich. Und wenn ich im Hintergrund die Fäden ziehe und quasi sage, der kann dir da helfen, der ist da behilflich, der kann das Problem lösen, der kann dir hier einen riesen Nutzen stiften, warum sollte der Kunde sich dann woanders beraten lassen, wenn er bei mir einen Full Service bekommt, vor allem auch noch für Bereiche, die er gar nicht so mit auf dem Schirm hat. Das sage ich mal für den ersten Teil der Frage. Und ja, zum zweiten Teil, wann denn eine Kooperation, sage ich mal, für mich gut ist und vor allem auch sinnvoll. Ja, da muss ich tatsächlich einfach Torbens Themen nochmal aufgreifen, Wenn die Leute auch am selben Strang ziehen, wenn ich bereit bin, mehr zu machen, auch samstags zu arbeiten und sonntags diesen Service zu bieten, und ich aber weiß, mein Kooperationspartner lässt freitags 12.30 Uhr einen Stift fallen und hat nicht so dieses Dienstleistungs- und Serviceverständnis wie ich, dann ist das schon mal so eine gewisse Hemmung, wo die Dienstleistung oder die Kooperation dann in dem Fall einfach nicht so auf dem Level ist wie ich.
Marco Klenk [00:14:29]:
Da geht es einfach darum, im Endeffekt die gleichen Ziele als auch Werte zu haben und im Endeffekt, dass derjenige auch nicht an seine eigene Gewinnmaximierung denkt, sondern darum, wie können wir erstmal den maximalen Wert bei uns zum gemeinsamen Kunden schöpfen. Das ist für mich so das Thema schlechthin, weil im Nachgang der Profit kommt dann von ganz alleine und Das ist für mich so das Thema schlechthin, weil im Nachgang der Profi kommt dann von ganz alleine. Und das ist für mich so das ausschlaggebende Thema, wo ich dann sage, okay, wenn das gegeben ist und man die gleiche Einstellung hat und das Thema genau gleich angeht und sieht, dann ist das eine gute und sinnvolle Kooperation. Plus auch natürlich das Thema Fachlichkeit muss auch einfach auf einem gewissen Level stehen. Da bringt mir nichts, wenn der in dem Thema sich ein bisschen auskennt, weil du kennst mich und meinen Qualitätsanspruch. Das muss dann schon, sage ich mal, im obersten Regal sein, weil du musst dir ja immer vorstellen, du bist die Vertrauensperson zum Kunden. Wenn du jemanden schlechtes, in Anführungsstrichen, von der Qualität mitbringst, wird das ja automatisch auf dich wieder zurückgespiegelt. Und deswegen ist ja so eine Wahl von Kooperationspartnern.
Marco Klenk [00:15:32]:
Klingt zwar immer so einfach, der macht ja das und das, der kann mir da helfen, aber da wirklich in die Selektion zu gehen, ist, glaube ich, mit das Wichtigste überhaupt.
Maximilian Schroll [00:15:41]:
Auf alle Fälle. Ich glaube da, also ich kann aus eigener Erfahrung sprechen, da greift man wirklich schnell ins Klo. Da denkt man, okay, man hat jetzt jemanden mit dem funktioniert das super gut, man teilt genau die gleichen Werte, man hat genau dasselbe Verständnis von so gehen wir mit unseren Kunden so ist der Anspruch an die Dienstleistung, an die Qualität der Dienstleistung und deswegen mache ich mit jedem sowieso immer erstmal ein solches Projekt, herauszufinden, wie passt das. Muss man nicht immer direkt kommunizieren, weil ansonsten erzeugt man manchmal auch natürlich eine Situation, wo die dann overperformen und wo man dann im Laufe von den Folgeprojekten merkt, ja nee, ist das irgendwie doch gar nicht so, wie es versprochen wurde. Aber ich halte es für wahnsinnig wichtig, auch diese Testballons zu machen und herauszufinden, matcht das wirklich? Weil erzählen kann ich einem natürlich auch wahnsinnig viel. Also ich kann ja, wenn ich ein guter Verkäufer bin, theoretisch einem genau das in den Mund legen, was er gerne auch hören möchte. Und ich glaube, da steckt für viele auch ein sehr abschreckendes Potenzial in dem ganzen Thema drin, weil sie vielleicht schon mal sich gesagt haben, okay, ich probiere es jetzt doch mal in unserer Branche. Finanzdienstleister ist ja total üblich, dass man sagt, der Steuerberater, der Fachanwalt, der Immobilienmarkter, die Hausverwaltung, so die gängigsten Kooperationspartner und auch da, obwohl es eigentlich so klar ist, wie alle davon profitieren könnten, wenn alle da an einem Strang ziehen, weil man hat einen gemeinsamen Zielkunden, man hat keinerlei potenzielle Überschneidungen in den Leistungen, man kann aber gemeinsam ein viel, viel besseres Leistungsversprechen abgeben.
Maximilian Schroll [00:17:09]:
Dann natürlich wahnsinnig schade, wenn man sieht, da könnte man beispielsweise gute Immobilienfinanzierungen mit einem Immobilienmakler gemeinsam umsetzen, aber die Versprechungen, die er dem Kunden gegenüber zum Beispiel macht, die können gar nicht gehalten werden. Und ich glaube, da ist für viele das Risiko, das wahrgenommene Risiko sehr, sehr hoch, weil ich eben im Zweifelsfall immer schon mal einen Kunden verbrenne. Tom, was würdest du denjenigen, die jetzt an den Endgeräten sitzen und sagen, ja, ich habe schon mal so eine schlechte Erfahrung gemacht, was würdest du denen raten?
Thorben Schläzter [00:17:45]:
Also, ich kann ja nur mal, ich hole noch mal ganz kurz aus, also, weil das Thema Kooperation, Marco hat es eben schon mal kurz gesagt, fängt ja eigentlich schon an, wenn man Mitarbeitende einstellt. Also das ist ja so die unternehmerische Erfahrung, die man relativ früh macht, dass man sich selber erstmal eingesteckt, hey man ist gar nicht der Beste in allem. Manchmal denkt man ja, das ist so der Anspruch, den man haben muss an sich, wenn man jetzt ein eigenes Unternehmen aufbaut, dass man alles, was im Unternehmen stattfindet, dass man der Beste sein muss. Und das anzuerkennen, erst mal zu sagen, das bin ich nicht, ich bin angewiesen auf andere, ohne dass man krasse Abhängigkeitsverhältnisse schafft. Aber dass man so was eingesteht und dann delegiert beziehungsweise gemeinsam mit jemandem anders daran arbeitet, das ist eigentlich schon... Das war die Erkenntnis, die mich zum Thema Kooperation gebracht hat. Und was ich jetzt jemandem raten würde, der vielleicht schlechte Erfahrungen gemacht hat, also ich bin da vielleicht auch ein schlechtes Beispiel, weil ich bin sehr, ich nenne es mal, positiv naiv, weil wenn ich das Gefühl habe, ich komme mit einem Menschen gut klar, und eine gewisse Intuition ist natürlich auch dabei, ich glaube, das hatten wir beide, als wir zum Beispiel auch Anfang letzten Jahres angefangen haben zu sprechen, dass wir irgendwie jetzt ohne, dass wir gesagt haben, hey, der bringt mir jetzt so viel Umsatz und der hilft mir bei dem und dem, sondern einfach mal angefangen haben zu sprechen, dass man sich da auch einfach erst mal auf seine Intuition verlassen kann, weiterhin, auch wenn man schon mal schlechte Erfahrungen gemacht hat und dann halt im Laufe der Zeit herauszufinden, wie es dann wirklich ist. Weil man fällt sicherlich noch mal irgendwann auf die Nase, aber ich glaube, wenn man immer eher erst mal positiv an sowas rangeht, ist die Wahrscheinlichkeit, dass man daraus Erfolge zieht, deutlich höher, als wenn man von Anfang an so eine Ablehnungshaltung hat und erst mal bei allem ein bisschen negativ gegenüber einer Kooperation steht.
Thorben Schläzter [00:19:41]:
Das ist so das, was ich mitgeben würde. Auch wenn das vielleicht nicht besonders hilfreich ist, weil wenn man gerade eine negative Erfahrung gemacht hat, ist es natürlich schwer dann zu sagen, ach, ist egal, so ungefähr.
Maximilian Schroll [00:19:53]:
Ja klar, also einfach ausblenden ist da natürlich schwierig. Ich glaube aber, mit so einem gewissen Vertrauensvorschuss reinzugehen, wenn jemand noch nicht direkt ernst werden will. Also wenn er nicht sagt, hey, so sieht der Rahmen aus, lass uns das genau so machen, halte ich das für eine sehr gute Vorgehensweise, weil bei uns beiden war es ja tatsächlich so. Wir haben uns gedacht, hey, das passt ja wirklich perfekt. Wir ergänzen unsere Dienstleistung, ergänzen sich optimal. Wir haben denselben Zielkunden. Wir können uns total viel nutzen und daraus ist ja für uns beide auf alle Fälle auch eine Erfolgsgeschichte geworden mit genau so einer Basis. Und ich glaube, so eine Herangehensweise ist grundsätzlich eine sehr, sehr gute, Obwohl ich da auch dazu sagen muss, mache ich jetzt mit niemandem mehr.
Maximilian Schroll [00:20:34]:
Also ich bin jetzt schon an dem Punkt, dass ich sage, ich bekomme so viele Anfragen zu Kooperationen. Und ich habe auch schon mit so vielen Leuten über Kooperationen gesprochen, habe auch zu manchen schon gesagt, hey, cool, passt in mein Portfolio, ich nehme euch mit auf. Aber da ist nie ein Euro irgendwo vermittelt worden an Geschäft, weil Fülle von dem Ganzen und weil natürlich man schon auch ganz klar unternehmerisch priorisieren muss, was ist jetzt für meinen Kunden, aber auch für mich das Beste Und wie kriege ich das irgendwo in Einklang? Deswegen glaube ich, den Prozess, so wie wir ihn hatten, der war wahnsinnig wertvoll. Aber ich glaube, es ist keiner, der sich standardmäßig übertragen lässt. Selbst wenn ich trotzdem noch mal drauf beharren würde, dieses Grundvertrauen, dass jetzt der andere einem erstmal nichts Böses will, das mal mitzugeben und zu sagen, das spielen wir jetzt mal so weit, bis wir an einem Punkt sind, wo wir wissen, so sieht ein gemeinsames Angebot aus, das sind die Verantwortlichkeiten in dem Angebot, das sind die Abläufe, die wir brauchen, es umzusetzen, so sieht die Wertschöpfung aus, so wird die Wertschöpfung verteilt und so weiter und so fort. Ich glaube, das ist ein weiter Weg und auch ein guter Vorsatz. Marco, wie sind denn deine Gedanken dazu, wenn du jetzt gerade hörst, was wir beide gesprochen haben?
Marco Klenk [00:21:44]:
Ja, im Endeffekt Bringst du es eigentlich auf den Punkt? Da freut er sich. Gott sei Dank haben wir es auf Video. Nee, weil tatsächlich ist es ja schlussendlich schon so, man kann viele Kooperationen eingehen, Aber auch da, wir kennen alles Pareto-Prinzip, so gehe lieber weniger Kooperation ein, in den Bereichen, wo auch dann die Wertschöpfung für den gewissen Zielkunden hoch ist, anstatt irgendwie 28 Kooperationsharmonien da vielleicht in der Kleinigkeit zu helfen. Ich kriege ja auch dementsprechende Anfragen, kann ich mir vorstellen. Da mal ein Beispiel zu nennen, ist das Thema Strom- und Gastarife, was Leute auf mich zukommen, ob ich das nicht auch mitvermitteln möchte. Klar, reden wir mit Kunden über Geld, könnte ich das irgendwo mitvermitteln, weil sich dann jemand irgendwie 10 Euro im Monat spart, bei dem Gasanbieter, bei dem Gasanbieter. Aber ist das die große Wertschöpfung, die ich bei meinem Firmenkunden mache? Oder ist es vielleicht eher die Kooperation, die ich jetzt vor kurzem geschlossen habe mit einem großen Bereich der Immobilien, wo ich einfach wirklich geile Kapitalanlageimmobilien in guten Städten, die sauber durchsaniert worden sind, meinem Kunden besorgen kann, weil ich selbst ja schon einen ordentlichen Immobilienbestand aufgebaut habe, mich damit beschäftigt. Und da ist halt auch das Thema von du sparst dir 10 Euro im Monat bei einem Stromtarif zu.
Marco Klenk [00:23:07]:
Ich besorge jemanden eine Immobilie für vielleicht 250.000, 300.000 Euro, die sich nach 2, 3 Jahren von alleine sauber abbezahlt. Was für ein Vermögen habe ich denn da für meinen Kunden geschaffen, wenn die nach 30 Jahren runtergetilgt ist im Vergleich zu du sparst jetzt 10 Euro im Monat von dem Stromtarif. Und das ist halt wieder das Thema, wie zeitaufwendig ist manches und was für einen Nutzen und was für einen Wert stifte ich denn damit. Und deswegen am Anfang ist man da auch, sage ich mal, im jungen Unternehmertum, wie es wir jetzt alle drei sind oder auch waren, ist man da halt auch im Grunde vielleicht so ein bisschen naiv. Du sagst mal, Tom, ich bin da komplett bei dir. Diese positive Naivität, die sehe ich bei mir auch, deswegen musste ich gerade schwunzeln, als du es gesagt hast. Da guckst du halt erstmal, okay, möglichst viele Kooperationen, möglichst viele Partner mit reinholen, bis du irgendwann merkst, lieber die richtigen Partner reinholen. Weil es gibt ein Zitat, ich weiß jetzt gar nicht, ob ich das jetzt aus dem Stil greife, so hinbekommen, es geht nicht darum, die Dinge richtig zu tun, es geht darum, die richtigen Dinge zu tun und genau so ist es in meinen Augen mit der Auswahl von diesen Kooperationspartnern, wie es ihr beide für euch auch erkannt habt.
Marco Klenk [00:24:18]:
So, es bringt mir nichts, wenn ich mir zehn Kooperationspartner ziehe, die zwar ihre Sachen richtig machen, aber das richtige Tun heißt für mich, die hohe Wertschöpfung bei meinem Endkunden erzielen, ist bei keinem gegeben, da hole ich mir lieber diesen einen Kooperationspartner, wo ich wirklich diesen Engpass, den halt die meisten Kunden haben, die gerne investieren würden, aber einfach nicht die Zeit haben und nicht die passenden Objekte finden und ich die Dinge halt einfach Off-Market bekomme, so einmal das Richtige getan, statt zehnmal die Dinge richtig tun.
Maximilian Schroll [00:24:49]:
Ist so. Und Marco, da muss man dazu sagen, also erst nächstes möchte ich von euch beiden gerne wissen, mit wem kooperiert ihr denn? Aber dafür, das zu verstehen, wie diese Kooperationen zustande gekommen sind, ist es, glaube ich, nochmal sehr wichtig zu verstehen, wer sind eigentlich die Zielkunden, für die man diese Kooperationen auch zubaut, weswegen man diese Kooperationen auch macht, eben genau für diejenigen dieses Leistungsversprechen noch weiter auszuweiten. Der geneigte Zuhörer, der hat natürlich die Folgen mit Marco und auch die mit Torben schon alle gehört. Für diejenigen, die es noch nicht gemacht haben, holt es auf alle Fälle nach. Aber gleich noch mal ganz kurz in zwei, drei Sätzen. Marco, wer ist denn eigentlich deine Zielkundschaft?
Marco Klenk [00:25:26]:
Also meine Zielkundschaft, ich selbst betreue Firmenkunden, Unternehmen als auch Selbstständige. Im Grunde, klar, habe ich da auch einen breiten Mix drin, aber ganz klar ist das Thema Bau, Ausbau und Handwerk und alles, was dann irgendwo damit zu tun hat. Und genau das ist meine Hauptkundschaft. Haben jetzt auch viele Kunden im Bereich von Betriebsübernahmen oder Übergaben an die nächste Generation, weil zufälligerweise habe ich ja vor kurzem auch eine Firma erst übernommen und kann da vielleicht ganz gut helfen. Und ja, ich sage mal, das trifft sich ganz gut, wenn du mich nach meiner Zielkundschaft fragst.
Maximilian Schroll [00:26:01]:
Und die Kooperationspartner, mit denen du jetzt zusammenarbeitest, wer zählt da alles so dazu?
Marco Klenk [00:26:06]:
Wo fange ich an, Max? Wo höre ich auf? Im Grunde klar, viel dreht sich im Bereich Immobilie, weil logischerweise im Bauausbauhandwerk ist das Thema Immobilie einfach immer sehr nah und viele haben vielleicht schon Immobilien oder würden gerne in Immobilien investieren, weil sie halt einfach als Geschäftsinhaber, Geschäftsführer einfach auch die gewissen Mittel haben und da einfach eine komplett andere Streuung im Portfolio brauchen und da geht es wirklich von Baufirmen, Bauträgern, die spezialisiert sind im Bereich Denkmalschutz mit steuergeförderten Modellen, über einfach die Sonder-AFA, jetzt normale Projektentwickler, die sanierte Kapitalanlagen im Moos am Start haben oder auch wirklich gezielt Generalunternehmer, die darauf spezialisiert sind, Häuser kernzusanieren, die eigentlich extrem marode sind, weil das in meinen Augen gerade so das Thema ist, wo kriege ich denn noch wirklich eine vernünftige Immobilie her, weil die neu gebaute, fertige Immobilie in einem schönen Zustand, die hat nicht so diese Rendite, dass sie sich von selber abzahlt. Das sind Themen, aber dann habe ich auch viel im Bereich der Benefits und Netto- Lohnoptimierung. Was weg ist vom eigentlichen Versicherungsgedanke, so die Benefits, die wir anbieten können, so betriebliche Krankenversicherung, Unfall- und Altersvorsorge, die kennt jeder, aber einfach die Unternehmer anhand von MeinKorporation da beraten zu können, wie könnt ihr eure Gehaltsstruktur aufbauen. Also wir gehen da wirklich in eine saubere Netto-Lohnoptimierung rein. Klar muss das später dann im eigenen Steuerberater umgesetzt werden, aber wir haben eine App-Lösung mit den vernünftigen Tools, wo einfach schon fünf, sechs Benefits abgebildet sind. Oder du kennst meinen Firmenmerch. Wer es nicht kennt, ich glaube im ersten Podcast zusammen, da bist du sogar den Hoodie angehabt mit meinem Logo.
Maximilian Schroll [00:27:45]:
Ich meine auch, ja.
Marco Klenk [00:27:46]:
Wo ich einfach sagen kann, ich habe da einen Kontakt zu einem Jako-Händler, wo einfach jeder eigene Firmenkleidung machen kann mit seinem Logo in wirklich einer extrem hohen Qualität, in einer geilen Optik. Mein ganzer Freundeskreis läuft mittlerweile mit den Sachen rum, meine Familie und wer auch sonst immer. Und vor allem die Mädels schwärmen von dem Hoodie. Jetzt in der Winterzeit ist das wohl der wärmste und bequemste Hoodie überhaupt. Und ja, das ist halt auch ein Thema, wo man Kontakte herstellen kann. Was erstens so fürs Marketing gut ist, für die Außenwerbung, als auch jeder Mitarbeiter trägt doch voller Stolz die Firmkleidung, die by the way eine komplette steuerliche Ausgabe ist, sobald euer Firmenlogo mit drauf gedruckt ist. Könnt ihr jeden mit ausstatten. Ja, das sind, sage ich mal, jetzt so die Kernpunkte.
Marco Klenk [00:28:29]:
Klar, jetzt dann auch neue Kooperationen geschlossen im Bereich der Finanzierung, weil ich halt auch sage, wenn jemand eine Kapitalanlage immer über mich erwirbt, dann will er das Full-Service-Package und ich kann mich noch die Finanzierung mit kümmern und bei unabhängigen Partnern und Banken anfragen können und da jetzt auch neu mit dem Team jemand, der das Ganze auch für Firmen macht. Das Thema Finanzierungsvermittlung für Immobilien, das kennt jeder, das gibt es an jeder Ecke. Aber ich habe jetzt endlich auch einen Partner mit im Boot, der Firmenkredite unabhängig vermittelt, wenn mal jemand eine neue Halle bauen möchte oder Maschinen anschaffen. Ich habe sicherlich den einen oder anderen Kooperationspartner auch vergessen. Stimmt, Immobilienmakler haben wir natürlich auch, weil einfach auch da das Netzwerk klar ist. Sie haben eine Hausverwaltung mit dabei, so Objekteigentümer hier, die mehrere Häuser haben, können ihre Verwaltertätigkeit dorthin abgeben. Wenn jemand mal ein Haus verkaufen möchte, wird er von mir schon zu Finanzen beraten. So, hey, dann ist das doch vielleicht cool, dass auch der Verkauf über meinen Partner in diesen Finanzversicherungsfragen abgebildet wird.
Marco Klenk [00:29:30]:
Und ja, waren jetzt doch ein paar mehr. Bestimmt, wie gesagt, den einen oder anderen vergessen, aber das jetzt mal im einigermaßen schnellen Durchlauf die Kooperationen, die ich eingegangen bin, wo halt auch da einen guten und gezielten Mehrwert bei meinem Kunden stiften kann.
Maximilian Schroll [00:29:49]:
Ich finde, du bist da für Finanzdienstleister so ein Paradebeispiel, weil genau das ist auch der richtige Rhythmus, die richtige Taktung. Nicht jetzt alles auf einmal und sagen, ich mache den kompletten Overkill und ich bombe alle zu mit Möglichkeiten, Angeboten und so weiter und so fort, sondern wirklich am Problem der Kunden orientiert und das verstehend, was ist die Herausforderungssituation, was brauchen die, dann auf die Suche sich zu machen nach den richtigen Partnern und mit den Partnern das ja genau auch so zu organisieren. Ich glaube, das ist wirklich ein Beispiel, bei dem sich ganz viele Finanzdienstleister wenigstens inspirieren lassen können und sich das genau nochmal durch den Kopf gehen lassen, mit der Zielgruppe, diese Kooperationen Schritt für Schritt zuzubauen. Stellt euch einfach mal die Fragen, warum, was für Probleme werden damit gelöst und da habt ihr, glaube ich, einige Sachen, worüber ihr gut nachdenken könnt und wo ihr auf spannende Gedanken kommt. Und Torben, wie ist es denn bei dir?
Thorben Schläzter [00:30:42]:
Ja, mein Zielkunde sind tatsächlich Unternehmer wie Marco im Endeffekt, also Unternehmer in der Versicherungsvermittlung hauptsächlich und meine Spezialisierung dabei ist halt das technische, das technologische, das Thema künstliche Intelligenz und wir unterstützen Unternehmer dabei halt den Weg von heute hin zu einem womöglich backoffice-freien Versicherungsvermittlung, wie es nun mal geht. Und Da setzen wir tatsächlich auch gerade mit einem Programm an, das wir sagen, wir begleiten von Stand heute bis hin zu KI-Readiness, was ich, wie ich mal so schön gerne sage, also dass man überhaupt in der Lage ist, die Technologien anzuwenden, weil das können viele heute noch nicht, Und dann hin zu, wir skalieren so eine Technologie mal komplett in unseren Prozessen. Und das mal so als Abriss, was wir tun, als dreifache AI. Und Kooperationspartner, die wir haben, die für uns natürlich sehr wichtig sind, sind da insbesondere, ja ich sag mal, auch tatsächlich Freelancer in der Softwareentwicklung, die ich sag mal auch Projekte, Projektspitzen abfangen können, die wir mit unserem Team nicht können. Das heißt, da fängt es an. Also das ist ja schon irgendwie auch das erweiterte Team. Das sind für mich die wichtigsten Kooperationspartner. Das wäre halt die Delivery, also das was wir versprechen, dass wir das auch abliefern können.
Thorben Schläzter [00:32:11]:
Und dann arbeiten wir tatsächlich im Vertrieb natürlich mit Max zusammen. Also Max, der den Draht zu unserer Zielgruppe so hat wie bisher ehrlicherweise kein anderer, den ich jetzt kennengelernt habe. In der Qualität ist natürlich super hilfreich. Da bekommt man Intros und ist direkt eingeladen hier in so einer wunderschönen Agentur von Marco. Und das ist natürlich einfach eine Partnerschaft, wo ich dann auch gerne mal was zurückgebe und dann auch die Unternehmen, die mit uns arbeiten, dann natürlich auch immer mal wieder an Max verweise. Das so, ich sag mal, auf der Seite des Vertriebs, aber dann haben wir auch tatsächlich IT-Dienstleister, die uns mit ihrem Angebot ergänzen. Also wir haben bisher tatsächlich selten das Gefühl gehabt, dass jemand uns Geschäft wegnehmen möchte oder kann, sondern eher, hey, die machen jetzt schon seit Jahren etwas, das gibt es auch schon sehr lange, was auch vielleicht KI-nah ist, nämlich so etwas wie Business Intelligence zum Beispiel. Also da die Zahlen, Daten und Fakten des Unternehmens regelmäßig auswerten, das ist natürlich eine gute Grundlage zum Beispiel fürs Thema Künstliche Intelligenz.
Thorben Schläzter [00:33:26]:
Also da haben wir dann ein paar Partner, mit denen wir dann auch gerne mal zusammen auftreten und uns da gegenseitig auch im Vertrieb unterstützen. Also das ist so für uns als Dienstleister das Wertvollste.
Maximilian Schroll [00:33:39]:
Ich finde bei euch beiden so gut, vielen Dank für die Blumen natürlich, aber ich finde bei euch beiden so gut, dass ihr verstanden habt, dass es darum geht, Wertschöpfungsnetzwerke aufzubauen und dass wenn ihr der Adapter für eure Zielgruppe seid, jetzt habe ich ja bei euch beiden den Begriff auch schon mehrmals gekennt, den Begriff, das Wording, aber ich finde das ist ein super Bild, weil genau darum geht es ja, vor allem jetzt, egal ob es das Thema IT-Dienstleistungen rund künstliche Intelligenz ist oder ob es das Thema Finanzdienstleistungen für anspruchsvolle Firmenkunden und Unternehmenskunden ist. Du brauchst immer jemanden, der dir diese Komplexität, diese komplexe Welt dahinter, der dir die einfach verständlich macht, der dir die nicht nur in konsumierbare Einheiten bringt, sondern der auch die richtigen Partner an der Hand hat, eben genau zu verstehen, okay, das sind gerade die Herausforderungen. Marco hat gerade die und die Herausforderungen. Hey, Torben ist der richtige Partner, den man da jetzt mit ins Boot holt. Und genauso natürlich bei dem Handwerkskunden, der sagt, hey, meine Mitarbeiter sind krank ohne Ende, ich habe total viel Abgang, die sind unzufrieden, ich kann mir aber gerade nicht leisten, die Gehälter exorbitant anzupassen und wenn ich das machen würde, dann würde ich das ganze Gefüge wieder durcheinander bringen. Also komplexe Situationen in dem Unternehmen. Ja, schau mal, wir haben die Möglichkeit, dein Unternehmen mit Sachbezügen, mit Präventionsbudget, Gesundheit und so weiter und so fort, das für deine Mitarbeiter erlebbar zu machen, für die einen echten finanziellen Mehrwert zu schaffen. Und das ist natürlich nur möglich, wenn man in der Lage ist, solche Kooperationen zu bauen, wie du es jetzt bist, oder bei dir, Torben, klar zu machen, ich verstehe, wie vielfältig das Angebot an Tools ist, an Produkten, an Technologie und Ich verstehe auch, dass der durchschnittliche User gar nichts davon versteht.
Maximilian Schroll [00:35:19]:
Deswegen muss ich das nicht nur auf eine Art und Weise kommunizieren, wo er es versteht und ihm dabei helfen, die Sachen dann auch anzuwenden, sondern ich muss ihm genauso dabei helfen, für sich selber eine Landschaft zu bauen, wie ein Architekt in Anführungszeichen, ihm immer an die richtige Stelle den richtigen Baustoff auch zu bringen, oder den richtigen Handwerker auch zu bringen. Das finde ich bei euch beiden wirklich sehr, sehr, sehr, sehr ausgeprägt. Und deswegen sprechen wir heute auch zu dem Thema natürlich, weil ich der Meinung bin, das zu erklären, wie Kooperation für einen selber funktioniert, was für einen Nutzen für den Kunden daraus entsteht, die beste Färbung für das Thema Kooperation im Allgemeinen ist. Aber jetzt haben wir viel über die schönen Sachen gesprochen. Was sind denn so Schattenseiten bei dem Ganzen? Wer sich angesprochen fühlt.
Marco Klenk [00:36:04]:
Du kannst
Thorben Schläzter [00:36:04]:
doch selber erst mal starten.
Marco Klenk [00:36:07]:
Wir stellen dir jetzt mal die Fragen.
Maximilian Schroll [00:36:09]:
Ja klar, also Schattenseiten bei dem Ganzen sind, würde ich auf alle Fälle sagen, fehlende Balance in dem, in der Aufteilung der Wertschöpfung. Also ich habe immer wieder Kooperationspartner, sind vor allem aus dem Software-Service-Bereich, die sagen, hey, du hast den Zielgruppenbesitz, wir brauchen dich und wir geben dir irgendeinen Ref-Share. So, ist ein interessantes Modell, aber Ich muss dann immer wieder klar machen, hey, das ist ein Zeitaufwand. Natürlich, Ergebnisse sind das, was wir alle anpeilen, aber ich muss natürlich zum einen einpreisen, was ich für einen Zeitaufwand vorher betrieben habe, zum anderen einpreisen, was ich für einen Zeitaufwand betreiben muss, so ein Produkt an die Leute zu bringen. Und das ist in den Unternehmen in wenigsten Fällen nur eine Person, mit der man sprechen muss, oder die man überzeugen muss, sondern da sind komplexe Stakeholderbeziehungen, die man erstmal verstehen muss, die man kennen muss, verstehen muss und wo man dann auch den Zugang haben muss. Also viel, viel Aufwand. Und ich glaube, das ist was, bei dem ich mir zumindest immer wieder selber die Frage stelle, ist es jetzt aus einer Naivität heraus geboren, dass man das nicht weiß und dass man es einfach falsch einschätzt und sich denkt so, hey, der spricht ja mit denen, dann kann der mich ja mal erwähnen. Ich glaube, das ist so eine Sache, mit der ich am meisten konfrontiert bin.
Maximilian Schroll [00:37:22]:
Und ich sage da auch ehrlich dazu, ich habe gar kein Problem damit, manche Kooperationen nur mit RevShare zu machen. Das sind für mich so Ergänzungspartner. Das sind Partner, bei denen ich sage, Ich nehme euch gerne mit auf, weil ich die Lösung cool finde. Und wenn es passt, dann passt es. Aber ihr könnt von mir unter keinen Umständen erwarten, dass ich irgendwie Initiative zeige, euch aktiv zu vertreiben. Wenn ihr das haben wollt, das kostet einfach Geld. Das ist Zeitaufwand und so weiter und so fort. Deswegen das hier vielleicht mal als kleines Intro meinerseits in das Thema.
Maximilian Schroll [00:37:51]:
Aber wie sieht es bei euch beiden aus?
Marco Klenk [00:37:54]:
Ich kann gerne anfangen, weil mir ist ja nämlich gerade so nach einer Minute, als du angefangen hast zu erzählen, ist mir nämlich auch was in den Kopf gekommen. Du wirst das in keiner Kooperation immer zu 100% fair machen können. Weil die Frage ist, genau was deklarierst du als Aufwand? Wer hat welchen Aufwand? Und vor allem, wie wichtig war dieser Aufwand, sage ich mal, für den Endkunden, für das Gesamtprodukt? Deswegen würde es immer jemanden geben in der Kooperation, der, sag ich mal, sich wahrscheinlich nicht zu 100 Prozent fair behandelt fühlt. Und da geht es halt wirklich darum, wie vertraue ich der Person, was für einen Umgang habe ich da? Also sagt, okay, wir fangen jetzt mal so an mit diesem Splitting-Modell, vielleicht zwei Drittel, ein Drittel, weil du die Kontakte herstellst, sonst hätte ich das Gesamtgeschäft nicht, aber ich habe den kompletten Verwaltungsaufwand. Und dann gegebenenfalls mit der Zeit nachzuschärfen und die Kooperation anzupassen, weil sich gewisse Aufgabentätigkeiten vielleicht auch verlagert haben. Das ist in meinen Augen ein großer Punkt und du hast es gerade auch schon gesagt, Max, und da kommt mir auch direkt wirklich ein Satz in den Kopf. Du zahlst im Endeffekt nicht die Zeit, die du jetzt aufwendest für die Kooperation, sondern beispielsweise in meinem Fall, wenn ich jetzt mal ans Immobilienbusiness denke, wo ich mit 20, 21 angefangen habe, mich zu informieren. Du zahlst damit die letzten acht bis neun Jahre von Marco Klenk und den Zeitaufwand, den ich über die letzten Jahre investiert habe.
Marco Klenk [00:39:16]:
Wenn ich das nicht gemacht hätte, würde ich heute nicht dort stehen, wo ich stehe, hätte nicht dieses Netzwerk, diese Kontakte, weil das alles dadurch zustande kommt. Ich glaube, das ist das größte Problem, wenn du einen Telefonanruf von einer halben Stunde tätigst, da irgendwo ein Projekt zu vermitteln, dass sich jemand einkaufen kann, dann denkt er ja gut, der Max oder der Marco, der hat ja gerade 30 Minuten nur investiert. Warum soll der da jetzt so eine hohe Wertschöpfung davon haben, weil der Zeitaufwand, gut, dann hat er vielleicht den Stundensatz, dann gebe ich ihm ein bisschen mehr, dann ist das fair. So, nee, nee, du zahlst damit die letzten acht bis neun Jahre. Acht bis neun Jahre Verzicht von wenig Urlaub, viele Überstunden, viele Abende, viele Wochenenden. Wenn ich nur daran denke, ich sag's mal in unserer Kooperation, wie oft Max und ich abends bis 22, 23 Uhr telefoniert haben, am Samstag und am Sonntag, wo sich jeder andere denkt, das ist eigentlich dumm. Aber ja, das ist, wenn man halt das gleiche Verständnis hat. Ich denke, das wird euch beiden ähnlich gehen.
Marco Klenk [00:40:10]:
Da habt ihr sicherlich auch schon zu unchristlichen Zeiten miteinander gearbeitet und telefoniert. Und ja, Das ist halt das große Problem. Die Menschen sehen immer nur den Zeitaufwand jetzt genau für diese Dienstleistung, dieses Problem zu lösen. Aber was es diesen Menschen gekostet hat, dort hinzukommen, dieses Netzwerk aufzubauen, das musst du im Endeffekt mitzahlen. Aber ich glaube, das will keiner mitzahlen.
Maximilian Schroll [00:40:32]:
Das ist ein guter Punkt, das ist ein wirklich sehr, sehr guter Punkt und ich glaube, oder mich würde interessieren, wie ihr die Komponente des Risikos da noch seht. Tom, ich würde deine Meinung gleich zur Vorgangsfrage auch noch super gern wissen, würde aber vorher noch mal an dich die Frage, Marco, stellen. Das Thema Risiko in der Kooperation, also auch das unternehmerische Risiko, was für eine Rolle spielt, ist noch ein bisschen Zusatz von mir, wie ihr es gewohnt seid. Mit dem Beispiel mit dem Umsatz, mit der Umsatzbeteiligung, also dem Revenue-Share. Da liegt natürlich auch das komplette Risiko bei mir. Das heißt, ich könnte jetzt natürlich sagen, okay, ich vertreibe ein Produkt, das kostet pro Einheit im Monat 100 Euro und ich habe die Möglichkeit davon, 3000 Einheiten abzusetzen. Dafür müsste ich aber mehr Aufwand betreiben, könnte ich machen, bin aber natürlich komplett damit im unternehmerischen Risiko. Und jetzt ist es ja auch so, man hängt ja nicht nur alleine von der Wertschöpfung ab, die man betreibt, sondern da sind ja gewisse Kostenapparate dahinter, da sind Partner, Mitarbeiter, Büro, Technik und so weiter und so fort.
Maximilian Schroll [00:41:34]:
Alles mögliche, was damit einfließt. Deswegen, was bedeutet Risiko bezüglich Kooperationen und wie geht man da am besten mit
Marco Klenk [00:41:44]:
Ja, Du kennst ja auch meine Denke dazu, dass ich tatsächlich wenig in Geldeinheiten denke, sondern nur noch in Zeiteinheiten. Im Grunde meine Zeit ist beschränkt. Klar, ein bisschen mehr als 40 Stunden die Woche, die macht man dann schon, aber im Grunde ich kann in meiner Zeit entweder meiner aktuellen Tätigkeit nachgehen, wo ich im Grunde weiß, was das mir für einen Ertrag, was für ein Revenue habe ich, quasi meinen Kostenapparat von meinen Mitarbeitern, Büro und so weiter zahlen zu können, als auch meinen eigenen Unternehmerlohn. Wenn ich aber stattdessen mich mehr mit dieser Kooperation beschäftige, gehe ich quasi ja dieses Risiko ein. Was ist, wenn ich diese oder dieser Absatz passiert, weil ich das selbst, das ist ja nicht mein Tagesgeschäft, wo ich eigentlich nicht so wirklich diese volle Kontrolle und diese Sicherheit habe. Ja, wenn ich meinen Job nachgehe und mir vertraue, meiner Fähigkeit wird das schon so und so kommen, dann musst du ja quasi, ist der Risikobetrag eigentlich dieser fiktive Verdienstausfall, den du tatsächlich durch dein Tagesgeschäft hättest. Und wenn da dann die Regelung nicht passt, dass entweder die Einheiten nicht passen, die abgesetzt werden können oder einfach die Quotelung so unfair ist, dass die eingesetzte Zeit, die du da investieren musst für den Ertrag einfach ein komplettes Missverhältnis darstellt zu deinem eigentlichen Ertragsgeschäft, so dann ist das schon ein krass hohes unternehmerisches Risiko, weil Im Endeffekt ist es nicht so, dass man einmal mit dem Fingerschnipps sämtliche Kosten sind gezahlt. Du kriegst es ja jetzt hier live mit.
Marco Klenk [00:43:05]:
Wir haben gerade über das Thema Büromiete gesprochen, Torben und ich. Du hast ja jetzt auch nicht gerade wenige sofort in Thornstuttgart bei der Größe. Dann hast du halt mittlerweile ein Personalapparat. Wir sind eine zehnköpfige Agentur. Da habe ich nicht nur Kosten von 5000-6000 Euro im Monat, die du erstmal irgendwo auch mit reinbringen musst. Da musst du dir dreimal überlegen, ob du diese Kooperation einlädst und ob du dir diese Zeit von dir einsetzt. Ich kann mich nicht aufsplitten. Ich kann nicht zeitgleich den Firmenkunden beraten und zeitgleich dieser Kooperation nachgehen.
Marco Klenk [00:43:38]:
Ich muss mich halt entscheiden, wofür investiere ich meine Zeit. Und je kostbarer die Zeit ist, und das wird euch beiden wahrscheinlich ähnlich gehen, Du musst dir halt wirklich heutzutage noch genau überlegen, wie nutze ich meine Zeit und wie investiere ich meine Zeit. Da geht es manchmal nicht darum, dass du auf manche Sachen keinen Bock hättest. Wenn es sicherlich auch coole Aufgaben sind, die einem Spaß machen, dann muss man halt einfach das Unternehmerische in den Vordergrund stellen. Ja,
Thorben Schläzter [00:44:01]:
also daran anzuknüpfen, ich glaube auch, also es hängt natürlich auch viel von dieser unternehmerischen Phase ab, aber gerade am Anfang, da probiert man sich so ein bisschen aus und macht halt viel, so wie du das eben geschrieben hast. Dann fängt man mit 26 Kooperationspartnern so ungefähr an, weil man nicht so ganz so richtig weiß, in welche Richtung kann das gehen. Ich meine, wir haben ja auch sehr viel uns die Bälle hin und her gespielt, ohne dass wir jetzt direkt irgendwas als Angebot herausgearbeitet haben, weil wir beide ja auch so ein bisschen unser eigenes Angebot noch zurecht gesucht haben. Und da ist es natürlich nochmal ganz anders als dann in der Phase, wo die Terminkalender brechend voll sind. Also ich erlebe es jetzt auch gerade vor allem Anfang des Jahres, wo alle Neujahrsvorsätze, wir machen jetzt KI, umgesetzt werden. Für uns natürlich super, für das Geschäft, aber für den Terminkalender schwierig. Und dann, ich sag mal, als Beispiel jetzt von einer Mitarbeiterin eines Maklerhauses, die dann mich anschreibt, ob ich bei der Bachelorarbeit irgendwie Input geben kann, zum Beispiel, in Form eines Experteninterviews. Das gab es in der Vergangenheit relativ häufig.
Thorben Schläzter [00:45:14]:
Ich habe immer gesagt, klar, gerne. Aber wenn ich jetzt so auf meinen Kalender gucke, dann tut das schon weh. Ich mache es irgendwie trotzdem, weil ich selber Student war und mir total gewünscht hätte, dass mich auch andere irgendwo unterstützen.
Maximilian Schroll [00:45:31]:
Aber Ich fühle mich, glaube ich, bei allen sehr.
Marco Klenk [00:45:34]:
Ich glaube, das ist
Maximilian Schroll [00:45:34]:
auch ein geiles Beispiel gewesen, wieso wir hier auch so gerne miteinander zusammenarbeiten, weil das was ist, also ich kann mich extrem mit dem identifizieren, Marco, so wie ich dich kenne, kannst dich damit auch sehr identifizieren. Man teilt einfach diese, ich sag mal, Menschenfreundlichkeit. Und das passt sehr gut zu dem, was du vorher mit der positiven Naivität auch meintest. Man unterstellt den Leuten erstmal irgendwas Gutes und man ist ein Go-Giver. Man will Sachen zurückgeben, man will auch mal Sachen im Voraus geben, ohne dass man sofort für alles einen Return erwartet. Sorry, jetzt bin ich dir gerade in deine Ausführungen reingeplatzt.
Marco Klenk [00:46:09]:
Ich war fertig. Wobei, du wärst es ja gewohnt gewesen.
Maximilian Schroll [00:46:17]:
Jetzt mal eine blöde Frage an euch beiden. Warum integriert man die Leistungen, die die Kooperationspartner machen, nicht einfach ins eigene Unternehmen? Also, Markus, bitte für dich unternehmerisch auch funktionieren zu sagen, das Thema Benefits, gründe ich einfach nochmal eine eigene Company oder kaufe mir was ein. Warum nicht?
Marco Klenk [00:46:37]:
Ja, Max, wenn du mir mehr Zeit verschaffst am Tag und auf einmal ich eine neue Tagewoche habe, dann sehr gerne. Ne, tatsächlich ist es einfach auch das eine Thema, Es ist zeitlich einfach nicht möglich. Und manchmal ist es ja auch so, wo man sich überlegt, okay, stelle ich vielleicht eine Person im Unternehmen an, die das Ganze macht, aber vielleicht habe ich noch gar nicht so den Bedarf, da eine Person voll auslasten zu können, sondern buche mir dann lieber diese Zeitkapazität von 10, 15, 20 Prozent pro Woche über jemand externes und hab das quasi als Kostenblock. Und auch hier sind wir im unternehmerischen Thema. Das kannst du von heute auf morgen beenden. Jemanden, den du angestellt hast, den du dann vielleicht nicht mehr bräuchtest, dann zu entlassen mit Kündigungsschutzgesetzen und so weiter und so fort, als auch mit Lohnnebenkosten, ist ja nochmal ein ganz anderes Thema. Das ist für mich so der eine Punkt und auch, wieder mal auf das Thema Wertschöpfung zu gehen, teilweise können es einfach externe Partner, die darauf spezialisiert sind, besser als wenn ich das selbst im Unternehmen aufbauen wollte. Und deswegen finde ich, nutzt Spezialisten, gerade in diesem Fall, macht es einfach Sinn, vor allem auch zu Beginn, so wie jetzt Storm auch zum Beispiel sagt, mit Freelancern Spitzen abzufangen.
Marco Klenk [00:47:48]:
Das wird bei dir wahrscheinlich eine ähnliche Entwicklung gewesen sein. Du hast Leute angestellt, hattest parallel Freelancer und klar, du stellst ja immer mehr Leute an, immer mehr Inhouse abzubilden, aber dann wächst du wieder und brauchst dann wieder erstmal Freelancer, bis du wieder auf diesem Level bist, so viel Personal wirklich auch auslasten zu können. Das ist jetzt auch nicht so, dass wir als Unternehmer so das Geld zum Fenster rausschmeißen wollen. Man muss ja auch immer schauen und diesen Zeitaufwand, in den man geht, auch dieses Risiko, dass man geht und diese Investments, die man tätigt, so irgendwann soll sich das ganze ja auch bezahlt machen. Und das funktioniert halt nicht, wenn man das Geld zum Fenster rauswirft und erstmal meint, drei, vier, fünf Leute anzustellen, die man vielleicht doch gar nicht so auslasten kann. Da macht es eher Sinn, vielleicht auch mit einem teureren Stundensatz so diese 20, 25 Prozent der Zeitlösung einzukaufen, statt jemand zu 100 Prozent voll bei sich anzustellen. Und er hat einfach nichts zu tun.
Maximilian Schroll [00:48:42]:
Das ist ein sehr guter Punkt. Ich glaube, da Übernehmen sich auch tatsächlich viele junge Unternehmer, die denken, sie müssen da alles sofort selber irgendwo umsetzen, anbieten können, alles unter ihrer eigenen Flagge, aber total unterschätzen, ah ja, ich brauche auch den Umsatz, der das Ganze finanziert. Torben, wie siehst du das Ganze?
Thorben Schläzter [00:49:01]:
Ja, ich habe parallel dazu auch gerade schon darüber nachgedacht, weil natürlich in der IT sehr viele Felder offen stehen, die man reingehen könnte und die man auch relativ schnell besetzen kann, weil Softwareentwickler natürlich nicht nur KI-Software entwickeln können, sondern vielleicht auch andere Themen besetzen können. Deswegen ist es für uns eigentlich leicht zu sagen, hey, dann machen wir doch mal jetzt hier das Thema und das Thema noch neu auf. Und du kennst mich Max, ich bin ja auch gerne mal so, ich will ja auch mal schnell irgendwie mal was machen wieder, was Neues. Aber da muss man sich dann halt selber mal wieder kurz bremsen, weil es natürlich schon dieses unternehmerische Risiko nochmal mehr erhöht, als wenn man jetzt eine Kooperation eingeht, wo man vielleicht vorab investiert. Also das ist auch ganz klar. Ich habe aber auch noch mal darüber nachgedacht, also wenn ich jetzt im Hinterkopf die Idee hätte, vielleicht mal in irgendwelche Bereiche reinzugehen, wo ich jetzt auf Kooperationspartner zurückgreifen könnte, würde ich mich zurückhalten. Weil wenn ich eine Kooperation eingehe mit jemandem, ist es für mich auch immer was sehr Menschliches, also eine menschliche Beziehung, die daran geknüpft ist. Und wenn ich im Hinterkopf habe, hey, den Bereich, den will ich eigentlich bald selber machen und ich nutze jetzt gerade nur mal so ein bisschen das aus, was die sich da aufgebaut haben, aber dann stoße ich sie auch genauso schnell wieder ab, ist es natürlich auch nicht fair.
Thorben Schläzter [00:50:24]:
Deswegen ist das wahrscheinlich ein Mittelweg irgendwo, wo man mit offener Kommunikation wahrscheinlich am besten zurechtkommt. Also wenn man das offen kommuniziert und sagt, hey, es kann sein, dass wir es irgendwann mal machen, dann ist es wiederum ja fair. Aber, ja, das beantwortet, glaube ich, die Frage nicht so ganz, aber das sind so meine Gedanken zumindest, die ich dazu habe.
Marco Klenk [00:50:45]:
Ich finde,
Thorben Schläzter [00:50:45]:
es sind auf
Maximilian Schroll [00:50:45]:
alle Fälle sehr gute Gedanken, weil ich glaube, das ist die Grundvoraussetzung, dann im Zweifel auch sagen zu können, wir machen da ein Joint Venture draus. Also wenn ich da schon einen Partner habe, bei dem ich sage, hey, das funktioniert ja super gut, wir möchten das aber einfach aufgrund von Wachstumszielen und so weiter und so fort früher oder später integrieren und wenn gewisse Ziele erreicht worden sind, dann wissen wir, jetzt sind wir soweit. Dann ist es natürlich auch für eine Kooperation oder eine Partnerschaft eine Grundlage, anhand dessen man sich gemeinsam überlegen kann, wie kann denn vielleicht auch eine unternehmerische Verschmelzung ausschauen. Also ich glaube, Da ist die Zukunft, ganz ehrlich, wir sind ja schon jetzt in einer sich konsolidierenden Wirtschaft und das wird die nächsten vor allem 10 Jahre extrem zunehmen. Da werden schon Angebote für uns alle auftauchen, wo wir uns die Frage stellen, möchten wir das Unternehmen vielleicht kaufen, bei uns so etwas zu integrieren. Deswegen halte ich es für super relevant, sich da auch zu überlegen, ja, kaufe ich mir jetzt irgendein externes Unternehmen ein, bei dem ich vielleicht eine Due Diligence machen kann und aber ehrlicherweise gar nicht einschätzen kann, wie die Leute ticken, ob das wirklich matcht zu dem Team, das man selber hat, ob das zu den Strukturen passt, mit dem Partner, mit dem man zusammenarbeitet und so weiter und so fort. Da halte ich es für einen, ehrlich gesagt, besseren Weg zu sagen, ich suche mir einen Kooperationspartner und bin dann so offen und ehrlich und sage, das passt so gut in das, was wir machen. Kannst du dir vorstellen, dass wir da irgendwann eine gemeinsame Kiste draus machen? Und das ist ja dann auch erstmal genau wie du gesagt hast, nur die Kommunikation, ohne dass da irgendein Druck dabei entsteht oder ohne dass man direkt was damit einfordert, sondern da kann sich dann jeder seine Gedanken dazu machen.
Maximilian Schroll [00:52:21]:
Und wenn man sieht, das funktioniert menschlich super, das funktioniert unternehmerisch super, es profitieren hier gerade alle davon, dann kann man auch bei dem Punkt rauskommen zu sagen, Wir gehen diesen Weg in Zukunft einfach in einem gemeinsamen Unternehmen und setzen den fort. Finde ich, das ist eine super wichtige Perspektive auf das Ganze. Und das Thema, das wir jetzt gerade noch angeschnitten haben, Konsolidierung, Zukunft, Zukunftshäufe. Wie blickt ihr da drauf, auf die Möglichkeiten, die sich da für uns als junge Unternehmer, auch in den Branchen, in denen wir uns bewegen, es wird viel Geld bewegt in diesen Branchen, was für Chancen seht ihr da und was für Risiken seht ihr aber da vielleicht auch für euch selber und immer natürlich mit dem Zusatz Kooperation als Gegenmodell, sage ich mal, zum anorganischen Wachstum.
Marco Klenk [00:53:08]:
Ja, also speziell jetzt bei mir in der Versicherungsbranche, guckt euch einfach das Durchschnittsalter vom Vermittler an. Schaut euch wirklich da einfach mal an, die Landschaft. Es gibt wenig Personal, das nachkommt. Wir haben jetzt Gott sei Dank viele junge Hörer aus der Zielgruppe, aber du wirst einfach die ganzen Bestände gar nicht besetzt bekommen. Klar, Torben wird durch seine KI-Themen einfach das Thema, ich brauche jetzt in Zukunft viel weniger Personal, die gleiche Anzahl der Kunden zu betreuen, weil dann einfach durch gewisse Prozesse und Verschlankungen durch die KI einfach vieles schon ausgelagert wird. Das wird einfach ein Zukunftsmodell sein. Und das ist angesprochen, Konsolidierung. Wieso brauche ich denn drei, vier Kleinagenturen statt vielleicht noch die eine große Unternehmeragentur, wo dann mehr Personal in der Agentur angestellt hat, wo dann quasi alles so managt und macht, wo die sauberen Prozesse hat, weil es ja auch immer ein gewisser Aufwand ist, erst mal das Investment zu tätigen.
Marco Klenk [00:54:08]:
Und wenn ich irgendwo klein bin und kleinere Umsätze habe, fällt es mir vielleicht schwerer, in diese Themen reinzugehen, wie dass ich quasi diese eine Großagentur habe, die natürlich ganz andere finanzielle Mittel hat, dann auch das zu machen. Und natürlich alle Symbole des Kunden, weil der Kunde dadurch eine bessere Betreuung, einen besseren Service bekommt und viel schneller die Rückmeldung erhält. Das sehe ich als ein Riesenthema. Und ja, was für Risiken bringt das mit sich? Seien wir mal ehrlich, bei vielen sicherlich auch das Thema Gier. Ich bin immer ein Fan davon, es wird doch langsam und langweilig reich, statt dieses schnell und verrückt in 1-2 Jahren. Ich glaube, dass da viele sehen, wenn ich den Bestand übernehme oder den Bestand kaufe, nach 3-4 Jahren habe ich dann quasi die Erträge, die Erträge. Du musst ja auch währenddessen erstmal die komplette Prozesslandschaft schaffen, die Strukturen, die Mitarbeiterstämme und vor allem auch fähige, vernünftige Mitarbeiter, die das natürlich auch einer gewissen Qualität betreuen, dass sie die Kunden nicht irgendwo wegbrechen, statt da irgendwo das schnelle Geld zu machen. Das ist tatsächlich einfach ein riesen Ding und ich sag's mal so, dass es bei mir selbst, mir ist das auch die letzten anderthalb Jahre so ein bisschen bewusst geworden.
Marco Klenk [00:55:21]:
Du kennst meinen personellen Wachstum, wir haben letztes Jahr darüber gelacht. Im ersten Podcast, den wir im Oktober aufgenommen haben, sprechen wir von einer 5- bis 6-Personenagentur. Jetzt reden wir von mittlerweile ca. 11, weil wir einen DH-Studenten kriegen. Da muss man dazu sagen, Der wird von der R&V vom Konzern angestellt und ich bin nur der Partnerbetrieb, aber trotzdem haben wir die Verantwortung für ihn. Da hockst du dann schon manchmal abends daheim auf der Couch und denkst dir so, fuck, ging das schnell. Das realisierst du gar nicht, wie viel Personal du in dieser kurzen Zeit anbaust. Du musst ja dann erstmal wieder gucken, ich habe jetzt eine komplett andere Prozesslandschaft als noch vor zwei oder anderthalb Jahren.
Marco Klenk [00:55:57]:
Mehr Mitarbeiter arbeiten, mehr in diesem Kundenstamm, jetzt muss ich die Kundenstämme teilen. Wer greift wie wo zu, wer reagiert auf welche E-Mail, wer zieht es sich in seinen Postkorb raus aus dem Gruppenbriefkasten. Es kommt einfach ganz andere Themen der Zusammenarbeit auf und so wenn du dann selbst noch sehr umtriebig bist und eigentlich Bock auf Vertrieb hast und draußen unterwegs bist, aber währenddessen gleichzeitig zu deinem eigentlichen Job du eigentlich noch so die komplette Aufräumarbeiten machen musst, eigentlich das parallel auf das Level zu bringen, wo ein anderer über fünf Jahre entspannt wächst und du meinst natürlich, du musst das innerhalb von einem Jahr machen, wie es bei mir der Fall war, da denkst du dir manchmal auch so, pur jetzt durchschnaufen würde auch mal gut tun. Und das sehe ich als dieses große Risiko, dass dann halt einfach auch die Bestände frei werden und die Möglichkeiten da sind und sich viele wirklich übernehmen und das gar nicht sauber abgearbeitet bekommen oder dass vor allem auch die Kunden darunter leiden. Weil so, wenn du keinen Personal anbaust, aber auf einmal 2000 Kunden mehr hast, meinst du, du kannst sie dann noch so geil betreuen? Sehen die dich regelmäßig? Sind die immer auf dem aktuellsten Stand? Und wie lange warten die, bis sie auf Rückmeldungen reagiert werden?
Maximilian Schroll [00:57:05]:
Absolut. Da würde ich jetzt gerne noch eine Frage hinterher schießen, Marco, an dich. Und zwar, wenn man auch auf die Zukunft jetzt von Ausschließungsorganisationen blickt. Und du hast das Durchschnittsalter der Vermittler schon angesprochen, du hast da auch schon die Herausforderungen jetzt gerade sehr gut skizziert. Was bedeutet es, wenn diese Kunden dann auf einmal irgendwem zugewiesen werden oder in irgendwelchen freien Beständen fluktuieren und gar nicht betreut werden? Was ist denn aus deiner Perspektive als junger, sehr erfolgreicher Unternehmer in einem Exklusivvertrieb, was ist aus deiner Zukunftsperspektive ein Kooperationsmodell, wie die Ausschließungsorganisationen diesen demografischen Wandel auffangen können?
Marco Klenk [00:57:45]:
Im Grunde ist es eigentlich relativ einfach zu lösen, in meinen Augen. Man muss das nicht immer so unnötig kompliziert denken. Da gibt es ein großes Thema, ein großes Problem, bevor du mir gleich die Frage stellen würdest, dann meine Antwort greife ich einfach vorneweg. Und zwar wird das das Ego der jeweiligen Person sein. Nicht jeder gute Vertriebler ist auch ein Unternehmer. Die meisten meinen es zwar tatsächlich, weil klar, so hört sich das schon cool an. Ich bin jetzt 28, ich kann sagen, ich bin Unternehmer, habe so viele Angestellte, so hat schon auch irgendwo was, Aber jeder muss halt gucken, was sind seine Fähigkeiten, was sind seine Talente und wie kann er die einbringen. Und gerade deswegen bin ich der Überzeugung, dass man das Problem lösen kann, einfach über das Thema Größe, Organisation oder jemand wie ich, der Unternehmer ist, der sich die Prozesse kümmert, die komplette Landschaft, wirklich das komplette Branding für seine eigene Marke als auch für sein Team macht, teilweise auch vielleicht Leads generiert, gewisse Strukturen aufsetzt und dass dann kleinere Selbstständige, die zwar dachten, sie wären Unternehmer, aber wenn sie eigentlich alleine unterwegs sind, gar keine Unternehmer sind, sich dieser Agentur andocken, die Kunden abgeben, von dem kompletten Back-Office-Team, den Prozessen, der Struktur einfach profitieren können und sich einfach nur auf das, was sie halt geil machen können, auf den Vertrieb spezialisieren, sodass sie quasi diese Themenpakete einfach abgeben.
Marco Klenk [00:59:15]:
Klar gibt es dann nachher, muss man gucken, wie löst man das über gewisse Prozentsätze, weil das ist ja auch nicht, ja okay, du nutzt jetzt meine Ablage, du nutzt mein Personal, jo, das habe ich mir halt über 5, 6, 7, 8 Jahre erarbeitet, erdacht und möglich gemacht. Und so glaube ich, dass man das Ganze einfach gut lösen kann, weil es gibt auch super viele Angestellte, die einen geilen Job machen, die da super unterwegs sind und wenn du denen die Möglichkeiten eröffnest, jetzt nicht zwingend eine Agentur zu übernehmen, sondern als wie Agenturpartner in die Selbstständigkeit zu gehen und jetzt wissen wir selber, was ist das geile an der Selbstständigkeit, du kannst dich von der Rente befreien lassen. Da muss man halt schauen, wie man vielleicht eine Halbtags-Innendienstkraft dieser Person zuordnet, dass diese Person, die auf einmal angestellt hat, sich sauber befreien zu können und dadurch halt auch den Benefit zusammen sich eine komplett andere Altersvorsorge aufbauen zu können, weil dann auf einmal nicht der Höchstbetrag von 1400 Euro in die Rente fließt, sondern die können dann selbst investiert werden und bringen dir dann fast das Doppelte wie in der deutschen Rentenversicherung. By the way, es ist dein Geld, das du auf jeden Fall auch wieder bekommst. Und beim anderen sind wir ja nicht sicher. Und das wäre für mich persönlich, wenn du mich so fragst, die Lösung schlechthin. Aber ich vermute, die ist bei gewissen Menschen zum Scheitern verurteilt, weil viele natürlich meinen, ja Selbstständigkeit, Unternehmertum, ich bin super Unternehmer. Aber viele sind halt einfach geile Vertriebler.
Marco Klenk [01:00:37]:
Das sehen wir ja zum Beispiel auch im Handwerk bei meiner Kundschaft. Die machen ihr Gewerk unfassbar, die machen so einen geilen Job, Aber das Thema Büro, kaufmännische Tätigkeit im Hintergrund, Rechnung schreiben, das machen, das tun, das machen die einfach nicht gern. Genauso die ganzen Vertriebler, wenn die wüssten, mit was ich mich tagtäglich beschäftige oder ihr beide ja auch, der ganzen Bürokratie, dem Thema drumherum, Die würden wahrscheinlich nach einem halben Jahr im Strahl kotzen und sagen so, ey Marco, zum Glück hast du es mir damals gesagt, ich war einfach nur für Trieb. Das kann ich, da habe ich Bock drauf. So auf alles andere, das will ich gar nicht machen. Das wäre für mich so ein Zukunftsmodell.
Maximilian Schroll [01:01:13]:
Marco, ich hoffe, uns hören gerade die richtigen Leute zu. Und wir haben ja da auch schon in einer der vorangegangenen Folgen auch drüber kurz gesprochen, wie so ein Zukunftsmodell ausschauen kann, aber ich werde auch nicht müde, das zu betonen. Ich finde, genau das ist der Weg und sich da zu lösen davon, dass man sagt, nur weil die Besitzstände jetzt gerade so sind, wie sie sind, müssen wir das auch zwangsläufig so fortführen und immer wieder dieselben Fehler ähnlicherweise auch machen. Weil genau das, was du gesagt hast, nicht jeder gute Vertriebler ist auch ein guter Unternehmer. Das haben die ja mittlerweile auch schon zu Genüge erfahren und gesehen und erlebt. Die kennen ja ihre Top-Vertriebler, die zwar vielleicht große Kundenbestände haben, aber die eine mindestens genauso hohe Fluktuation in der Belegschaft haben. Egal wo man mit Leuten dann drüber spricht, wie in dem Unternehmen gearbeitet wird, mehr verbrannte Erde als irgendwas Positives hinterlassen. Wo sehr viel Ego im Raum steht und eigentlich auch alles irgendwo den ganzen Raum schon ausfüllt und kein Platz mehr daneben ist.
Maximilian Schroll [01:02:08]:
Und ich glaube, genau diese Typen, die wollen wir eigentlich perspektivisch in der Versicherungswirtschaft nicht mehr so haben, weil die ja eine Versinnbildlichung sind. Und sorry an jeden, der sich jetzt gerade angegriffen fühlt, aber ist wahrscheinlich auch zu Recht so, die sind ja auch eine Versinnbildlichung von dem, was man für nicht gute Assoziationen mit dem Versicherungsvertrieb hat. Das ist für mich natürlich als Dienstleister, der mit vielen verschiedenen Vermittlern zusammenarbeitet, auch immer wieder sehr traurig, das zu sehen, weil es eben die Leute, mit denen ich zusammenarbeite, da kann ich für jeden sagen, das sind gute Leute. Die meinen es ernst, die sind am Kundennutzen interessiert, denen geht es nicht darum, den Abschluss zu machen heute, sondern die wissen, wenn der jetzt heute nicht kommt, weil es nicht zum Bedarf des Kunden passt, dann kommt der halt in drei Monaten oder in vier Monaten. Also die sind viel mehr auf diese langfristige Kundenbeziehung bedacht, auf eine langfristige Monetarisierung von so einer Kundenbeziehung. Und deswegen hoffe ich wirklich sehr, dass die Verantwortlichen in den Konzernen da auch ehrlicherweise endlich mal den Mut finden, diese Sachen vielleicht nicht in der aller Öffentlichkeit so anzusprechen, wie wir es jetzt machen, aber Pilotprojekte in die Umsetzung zu bringen, weil die Konzepte, die Ideen dafür, die sind da. Keiner erwartet von euch, dass ihr aus dem System, in dem ihr euch befindet, diese Sachen heraus innovieren könnt. Das ist so gut wie unmöglich.
Maximilian Schroll [01:03:25]:
Aber nutzt doch Leuchttürme wie Marco und nehmt diese Impulse auf und nehmt das als eine große Chance wahr. Weil ich sehe wirklich das, wie du es beschrieben hast, als die Zukunft von funktionierenden Ausschließlichkeitsorganisationen. Und mir als jemand, der in der AO auch gelernt hat, blutet immer das Herz, wenn ich mir anschaue, wie viele Kundenbestände da schlecht betreut werden, wie viele Leute wir aus der Branche verlieren, weil sie einfach in AON verbrannt und verheizt werden, mit schlechten Führungskräften, mit schlechten Strukturen usw. So, jetzt bin ich hier noch mal ein bisschen emotional geworden.
Marco Klenk [01:04:00]:
Max, jetzt möchte ich dir auch noch gerne eine kurze Frage stellen, wenn wir schon so beim Thema sind. Und zwar, wie wahrscheinlich, weil du kennst dich ja in der Branche auch ganz gut aus, siehst du, dass das jetzt überhaupt möglich ist, den Spieß rumzudrehen? Weil wir kennen selber die Grafiken. Wie schätzt du etwas wert, bevor du es hast, wenn du es hast und wenn es dir wieder genommen wird? Und ist das vielleicht einfach ein Modell, was über eine natürliche Selektion über die Jahre, mit wie baue ich in Zukunft neue Vermittler auf? Oder kann ich da dann überhaupt jetzt schon diesen Switch hinkriegen, weil du einfach wahrscheinlich zu vielen Leuten zu sehr an den Karren fahren wirst, die einfach zu große Ego-Probleme haben und diesen Status und dieses Wording, ich bin selbstständig und Unternehmer und muss mich nicht irgendwo in einer anderen Agentur andocken, überhaupt mitmachen würden?
Maximilian Schroll [01:04:47]:
Also abgesehen davon oder in Abhängigkeit davon, was in den einzelnen Handelsverträgen steht, da gibt es auch ein paar Unterschiede, aber lässt sich über die AON zumindest in der Breite sagen, die Kundenbeziehung gehört dem Versicherer. Deswegen ist natürlich der Versicherer auch derjenige, der da komplett im Lead ist. Ich bin völlig bei dir. Die Probleme, die man sich erzeugt, wenn man das von heute auf morgen ohne vernünftiges Stakeholder-Management und Kommunikation und wirklich planvolles Vorgehen umsetzt, die würden katastrophal sein. Auch da kein Zweifel. Man soll sich trotzdem die Frage stellen, ein Worst-Case-Szenario, ich mache das von heute auf morgen und starte einfach mal so ein Pilotprojekt oder das Worst-Case-Szenario, ich mache das einfach gar nicht und wundere mich dann in zehn Jahren, gut, da bin ich vielleicht schon selber gar nicht mehr im Konzern, das hat dann mit mir gar nichts mehr zu tun. Nach mir die sind flutmäßig. Kann auch eine Herangehensweise sein, ist nicht besonders strategisch, aber kann man für sich so auch entscheiden.
Maximilian Schroll [01:05:37]:
Aber die Frage ganz konkret zu beantworten, ich sehe da ein absolut riesiges Potenzial, denn wir sind nicht hier, es den Älteren bequem zu machen. So direkt bin ich jetzt auch mal. Ich soll hier keinen Keil zwischen irgendwen treiben, aber ich bin nicht hier, irgendwem zu gefallen, sondern ich bin in meiner Rolle hier, klare Probleme anzusprechen und dafür Lösungen zu finden. Und Ich glaube, in den AON werden wir, wenn wir das Problem nicht eher früher angehen, viel, viel, viel, viel schwerwiegende Konsequenzen tragen. Und ich fürchte, es fehlt aber in der Fläche auch einfach der Mut, diese Sachen mal umzusetzen. Das heißt ja nicht, dass ich von heute auf morgen eine ganze Organisation umgestalte, sondern ich muss, wie gesagt, Schritt für Schritt, planvoll, Zeitraum. Du kennst es aus der Nachfolge von Unternehmen. Im Idealfall habe ich sogar drei, vier, fünf Jahre Zeit und kann dann Schritt für Schritt das Ganze gehen.
Maximilian Schroll [01:06:28]:
Du kennst es aus deiner eigenen Nachfolge, wo man zusammenarbeitet und auch da vielleicht ein paar altersbedingte kulturelle Unterschiede dann eben gut abfangen kann, ausgleichen kann, weil man die Zeit miteinander hat, weil man den Plan hat, wie man es machen kann und weil man eben auch noch einen ganzen Zeitraum hat, in dem man gemeinsame Schritte machen kann. Ich glaube, dass sich nicht abgehängt fühlen, also den älteren Vertriebspartner, denen nicht das Gefühl zu geben, okay, du bist jetzt halt raus von heute auf morgen, das ist wichtig dabei, aber den Jungen, die sich bewiesen haben. Also wenn ich jetzt eine A.O. Führen würde und du wärst bei mir Vertriebspartner, dann wärst du genauso jemand, der für mich prädestiniert wäre, so was zu pilotieren. Und mit dem ich sagen würde, ey, ich weiß in den nächsten drei Jahren, wir verlieren leider 20, 30, 40, 50, 100 gute Vertriebspartner an die Rente, sei ihnen vergönnt, haben viel geleistet. Aber wir stehen vor der Problematik, wer soll diese Bestände nicht nur betreuen, weil wir möchten ja auch nicht nur irgendwelche Verwalter haben, sondern wer soll die weiterentwickeln, weil die sind in der Regel noch nicht ganz ausgeschöpft, da steckt noch wahnsinnig viel Potenzial drin und aus einem Bestand zu wachsen ist immer leichter als ohne einen Bestand zu wachsen. Deswegen würde ich ganz klar sagen, ey Marco, wie schaut es aus, was sind deine Gedanken dazu, wie hast du es geschafft, dass du in so einer kurzen Zeit so ein krasses Umsatzwachstum, so ein krasses Personalwachstum, so ein krasses Kundenwachstum verzeichnen konntest und wie könnten wir das nutzen, da auch ein Zukunftsmodell draus zu schicken. Das wäre meine persönliche Herangehensweise, nochmal zu sagen, ich glaube, und das ist natürlich jetzt von außen auch wieder leicht gesagt, da ist so viel Politik im Spiel, da sind so viele Beziehungen mit dabei, da sind so viele verschiedene Interessenkonflikte, die da irgendwo mit rein spielen, aber ich wünsche mir trotzdem, dass da einfach ein bisschen mehr zukunftsorientierter Mut durch unsere Branche schwappt und wir uns nicht damit zufrieden geben, dass wir sagen, gut, Versicherung ist halt ein bisschen später hinten dran.
Maximilian Schroll [01:08:25]:
Die Zeit ist so dynamisch, Tom, da kommen wir jetzt gleich, ich schau zu dir, da kommen wir gleich auch nochmal zu dir, da können wir es uns nicht mehr erlauben als Branche zu sagen, ja gut, was jetzt in drei Jahren in der Banken- oder ja jetzt in der Bankenwirtschaft passiert, das passiert dann in drei Jahren bei uns. Ne, das funktioniert nicht mehr. Was sind deine Gedanken, jetzt wo du uns hier so
Thorben Schläzter [01:08:45]:
ein bisschen zuhören kannst? Finde ich spannend. Also ich habe ja so ein bisschen den Blick von außen als IT-Dienstleister, KI-Dienstleister, wie auch immer man das nennen möchte. Ich habe selber Versicherungswesen studiert, ja, aber ich war nie in dieser Vertriebswelt der Versicherer und der Makler groß unterwegs. Aber was ich sehe ist, dass, ich sag mal, Unternehmer wie jetzt Marco den richtigen Blick auf die Dinge haben. Also auch mal, vor allem beim Thema KI, sieht man das auch. Da trennt sich die Spreu vom Weizen. Wer möchte in dieses Thema investieren? Wer sieht das als Chance? Wer sieht das als reine Ausgabe
Marco Klenk [01:09:25]:
für sich? Und da trennt sich die Spreu vom Weizen. Wer möchte in
Thorben Schläzter [01:09:25]:
dieses Thema investieren, wer sieht das als Chance, wer sieht das als reine Ausgabe für sich. Und da trennt sich die Spreu vom Weizen und deswegen dieses Thema Konsolidierung, da wird KI auch ein Brandstoff für sein, das sogar noch anzufeuern, aber auch in den Griff zu kriegen, dass das man, wenn man Bestände dazukauft, auch den Personalmangel, den Mangel an Personal, das nachkommt, auszugleichen mit Technologie. Also hat verschiedene Einwirkungen, auch das Thema, was ich mache. Aber Ich finde die Gedanken gut und Unternehmertum und die Herangehensweise des Unternehmers in so einer Branche ist aus meiner Sicht extrem wichtig. Deswegen kann ich das nur unterstützen, was ihr sagt, Weil ich das auch selber merke bei unseren Kunden, da sind Leute dabei, mit denen arbeite ich sehr gerne, weil man merkt, die haben diesen Spirit, die wissen genau, was sie wollen. Die sehen einen selber als Kooperationspartner auch, Also Kunde kann ja auch Kooperationspartner oder sollte Kooperationspartner sein. Da sind wir wieder beim Thema, den Kreis zu schließen. Und dass man gemeinsam ein Ziel hat und, ich sag mal, so einen IT-Dienster zum Beispiel als Enabler zu sehen, weniger als Ausgabe, die nötig ist, so ungefähr.
Thorben Schläzter [01:10:51]:
Ja. Werner,
Maximilian Schroll [01:10:53]:
zum Abschluss nochmal die sehr offene Frage. Was braucht es, damit Kooperation in der Versicherungs- und Finanzwirtschaft in der Breite noch viel erfolgreicher funktioniert und zwar vor allem auf der Ebene der Vermittler.
Marco Klenk [01:11:10]:
Auf jeden Fall ein riesen Umdenken von der, ich sag's mal typischen Profitgeier. Ich sehe quasi den eigenen Umsatz, das eigene Geld erstmal im Vordergrund. Wenn ich das Produkt verkaufe, hätte ich das verdient. Wenn ich das verkaufe, hätte ich das verdient. Sondern wirklich so, ich sage schon fast schon, diese Einstellung zum Leben. Ich kann wieder nur auf das Thema Go-Giver zurückkommen, auf dieses Buch, was eigentlich jeder Mensch in meinen Augen mal gelesen haben sollte.
Maximilian Schroll [01:11:35]:
Affiliate-Link in der Beschreibung.
Marco Klenk [01:11:37]:
Mit dem Code Marco Glenn gibt es auch 20%. Spaß beiseite. Ja, weil ich finde, im Endeffekt fängt es ja an mit deiner Einstellung zum Leben, die du hast. So wie tickst du, wie denkst du? Und dann kannst du das Ganze einfach auch auf dein Vertriebliches, auf deinen Job, auf dein Business ummünzen. So wie möchtest du mit deinen Kunden umgehen? Und das ist für mich also dieses Übergeordnete, den Kunden zu zentrieren und den Mittelpunkt zu stellen und wirklich zu schauen, was für Werte kann ich stiften, wie kann ich die Ausgangssituation, die der Kunde hat, verbessern und auf ein besseres, anderes Level heben. Da geht es ja gar nicht darum, so wie es bei mir in der AOR immer den Kunden auf das bestmöglichste Szenario am Markt zu heben, weil da musst du jedes Jahr alles wechseln, weil es immer wieder Änderungen gibt, sondern einfach nur die aktuelle Situation zu verbessern. Und solange nicht jeder Mensch dieses Denken hat, finde ich, dann kannst du auch keine perfekten Kooperationen eingehen, weil es wird immer welche geben, die sehen jetzt die Kooperation mit dir Torben oder mit dir Max, und denken, wenn ich mit denen kooperiere, dann habe ich vielleicht den Investor am Anfang, aber dann kriege ich den Umsatz, den Umsatz und den Umsatz. Und das ist halt die komplett falsche Denke.
Marco Klenk [01:12:49]:
Und ich glaube, dass das leider Gottes mittlerweile ändert sich das natürlich auch ein bisschen bei uns in der Branche. Aber viele Leute sind da einfach komplett monetär gesteuert. Der Versicherungsbranche ist einfach so. Muss ich fairerweise sagen, ich habe das ganze früher vor 5, 6, 7 Jahren, weil du vielleicht auch so ein bisschen hingedrückt wurdest in die Richtung, auch noch anders gesehen. Das hat sich vor einigen Jahren natürlich komplett geändert. Man merkt es ja auch, wie ich dann mit den Firmenkunden interagiere. Aber das ist halt so das große Problem. Und solange sich dieses Thema nicht mal komplett dreht und einfach auch die Denkweise in Bezug zum Leben von vielen Menschen sich ändern, wird es schwierig sein, dass extrem viele gute, erfolgreiche Kooperationen eingehen können.
Marco Klenk [01:13:30]:
Weil eine Kooperation ist nur so gut, wie auch beide Kooperationspartner sind. Da bringt dir nichts, wenn nachher einer 10 Kooperationen eingeht, er selbst macht einen super Job und sich das genauso, wie wir es gerade beschreiben. Aber 6 oder 7 von seinen anderen Kooperationspartnern wollen eigentlich nur, sag ich mal, das Geld vom Kunden. Und gar nicht dieses Thema Wert stiften in den Vordergrund stellen. Und somit steht und fällt halt das Thema, ist die Kooperation gut oder nicht gut. Weil wenn sie gut ist, wird sie natürlich weiterempfohlen. Jetzt wissen wir aber selber, wenn was nicht gut läuft, schlechte Rezensionen werden ja nach Außenkunden gegeben, wie gut. Dann verbrennt sich halt da nochmal eine Kooperation und da nochmal eine und jetzt bist du mit Kooperationen vielleicht zwei, drei mal wirklich auf die Nase gefallen.
Marco Klenk [01:14:15]:
Da überlegst du dir fünfmal, ob du wieder eine Kooperation eingehst oder du denkst, ach komm, ich mach doch jetzt einfach mein Geschäft selber und der Rest ist mir komplett egal.
Thorben Schläzter [01:14:23]:
Ich glaube, runtergebrochen kann man sogar sagen, wenn ich jetzt Marco zuhöre, wenn man seinen Kunden kennt und genau weiß, was sein Zielkunde ist, dann klappt kooperation ja schon mal deutlich besser als wenn man es nicht weiß weil Sonst weiß man ja gar nicht welches ziel man hat also das ist macht eigentlich auch so die Das trennt auch so ein bisschen die spreu vom weizen also mit die makler die vermittler mit denen wir gesprochen haben die erfolgreich sind haben alle eine ganz klare Positionierung und einen ganz klaren Zielkunden. Und bei denen klappt das auch irgendwie alles. Also das ist stimmig. Und das kann man eigentlich vielleicht als Take-away da nochmal mit rein geben.
Maximilian Schroll [01:15:02]:
Finde ich sehr gut, weil sich das auch extrem gut ergänzt. Also das Menschenbild zum einen, zum anderen, ein gefestigtes Menschenbild auch von den Leuten zu haben, mit denen ich zusammenarbeiten möchte, muss ich wissen, wer sie sind, wie schaut ihre Lebensrealität aus, was sind ihre Herausforderungen. Finde ich ergänzt sich wahnsinnig gut. Meine Lieben, jetzt sind wir hier fast schon am Ende. Da sind wir eigentlich schon am Ende des Gesprächs angekommen. Ich hätte noch eine einzige letzte Frage und ihr wisst ja schon, was kommt. Ihr seid ja hier schon Veteranen in dem Futurist Podcast. Jetzt mal in 15 Jahren in die
Thorben Schläzter [01:15:37]:
Zukunft gedacht.
Maximilian Schroll [01:15:38]:
Mit dem Thema Kooperation. Wir lassen unser Fantasie freien Lauf und malen uns wirklich eine ideale Landschaft für uns selber, aber leiten die dann auch ab auf unsere Branche. Wie sieht die kooperative Finanz- und Versicherungswirtschaft in 15 Jahren aus?
Thorben Schläzter [01:15:56]:
Darf ich ein paar Buzzwords droppen? Also Ich habe auch eben schon darüber nachgedacht. Ich finde dieses Wort eigentlich total verbrannt mittlerweile, aber das Wort Ökosystem finde ich eigentlich geil. Stimmt, tatsächlich. Aber wenn man es schafft, wirklich ein Ökosystem, also das, was du beschrieben hast, Marco, du machst das ja eigentlich schon fürs Handwerk, also dann ein Ökosystem zu bauen für die und Nicht, dass du der alleinige Partner von denen bist für alles, sondern denen Lösungsmöglichkeiten gibst drumherum. Das ist ja eigentlich das, wo es hingehen sollte, weil dann ist der Benefit für den Kunden ja auch am größten. Also mal unabhängig davon, dass wir coole Kooperationen haben, die uns ein bisschen Umsatz bescheren, sondern im Endeffekt ist es ja runtergebrochen auf den Kunden der Benefit, dass die halt eine Rundumbetreuung bekommen von Leuten, die das gleiche Ziel verfolgen, nämlich Kunden Mehrwert zu schaffen. Also das wäre doch eine Vision, die man mal angreifen könnte.
Marco Klenk [01:17:04]:
Herrlich. Ja, auf jeden Fall schon mal geile Antwort, Tom. Ich weiß nicht, ob ich das noch toppen kann. Im Endeffekt geht es ja wirklich darum, dass der Kunde, sage ich mal, er hat ja immer eine Person, mit der er mehr und enger zusammenarbeitet, einfach wo das Vertrauensfeld am größten ist. Und dann im Grunde das auf so ein Modell hochzuspielen, du hast das Thema Ökosystem genannt, ist für mich nichts anderes. Ich nehme jetzt mich mal einfach als Beispiel, ich bin die Vertrauensperson zu dem Kunden, weil er seine komplette Existenz, sein Unternehmen, seine persönliche Unternehmerversorgung über mich macht. Mir vertraut er und weil er mir so vertraut, wie über Jahre Zusammenarbeit, weiß er jeden Menschen, den ich vertraue und ihm empfehle als Kooperationspartner, da kann er sich erstmal blind drauf einlassen und gibt dieser Person diesen Vertrauensvorschuss. Das ist für mich eigentlich so diese perfekte Kooperationswelt, wie sie eigentlich später mal aussehen kann oder aussehen sollte.
Marco Klenk [01:17:58]:
Und ja, damit steht und fällt im Grunde alles.
Maximilian Schroll [01:18:03]:
Mega, Männer, es war mir eine sehr, sehr große Ehre, mit euch zu dem Thema sprechen zu dürfen, mit euch hier in dieser wunderbaren Location in Weiblingen, in der R&V-Generalagentur Klenk, dieses 250.000 Download Special im Futurist Podcast feiern zu dürfen Und an der Stelle auch nochmal ein ganz, ganz großes Dankeschön an euch, alle da draußen, die uns hier so regelmäßig zuhören. Das freut uns wirklich wahnsinnig, ist eine große Ehre. Es macht unfassbar viel Spaß und es motiviert uns sehr, je mehr von euren Geschichten wir hören. Wir haben letztens mitbekommen, dass über den Podcast wieder ein Job gefunden wurde. Das ist wirklich was, das uns hier wahnsinnig stolz macht und auch sehr viel Freude bereitet. Deswegen Dankeschön an euch und jetzt an euch beiden auch noch mal ein ganz, ganz herzliches Danke, dass ihr so regelmäßig hier dabei seid im Podcast, dass ich mich auf eure Expertise so verlassen kann. Vielen, vielen Dank auch für diese sehr vertrauensvolle und sehr partnerschaftliche Zusammenarbeit, für diese Parade-Kooperationen, die ich mit euch beiden leben darf. Und jetzt noch mal eine letzte Bitte an euch, nämlich, Wenn ihr noch eine letzte Botschaft loswerden könnt an unsere Community, an unsere Zuhörerschaft, haut sie raus, the stage is yours.
Marco Klenk [01:19:09]:
Ja, ich fang mal an, weil ich bin der Hausherr, da hast du zumindest das letzte Wort, Torben.
Thorben Schläzter [01:19:14]:
Es sollte andersrum sein.
Marco Klenk [01:19:17]:
Wir wechseln das halt so ein bisschen durch. Nee, im Endeffekt, Thorben hat es vorhin eigentlich ganz gut auf den Punkt gebracht, und das ist auch so meine Lebensphilosophie, wenn es das Thema Kooperation geht, gebt den Leuten erstmal einen Vertrauensvorschuss und geht da mit dieser positiven Naivität erstmal rein. Es wird nicht immer alles funktionieren, aber traut euch, stiftet einen Wert und ihr werdet merken, früher oder später kommt es euch positiv zurück. Vielleicht nicht von dieser Person, sondern dann läuft euch ein anderer Kooperationspartner über den Weg und ihr denkt, wie viel Glück hatte ich gerade eigentlich? Ne, das war kein Glück, sondern das war, weil du davor wirklich einen Wert erstmal selber gestiftet hast.
Thorben Schläzter [01:19:54]:
Ja, also ich würde das nur ergänzen tatsächlich, sucht euch Leute wie Marco, wie Max, mit denen ihr auch darüber sprechen könnt, wenn ihr selber Unternehmer seid. Lernt aus den Learnings von den anderen. Das ist vielleicht auch ganz hilfreich und inspiriert auch auf jeden Fall.
Maximilian Schroll [01:20:13]:
Was für eine spannende Folge. Vielen Dank euch fürs Zuhören. Schaltet auch nächsten Donnerstag wieder ein. Ladet euch den Podcast in euren Podcatcher runter. Hört ihn auf dem Weg zur Arbeit. Und schaut bitte auch noch in den Show Notes vorbei. Da sind nämlich alle Infos zu unserem Gast, alle Verlinkungen. Vernetzt euch, tretet in Kontakt und lasst uns gemeinsam die Zukunft der Versicherungs- und Finanzwirtschaft gestalten.